Das Unkraut Ragweed gilt als eines der stärksten Pollenallergene, das bei Allergikerinnen und Allergikern Beschwerden wie Fließschnupfen, rote, juckende Augen, Niesreiz, Atemnot und sehr häufig auch Asthma hervorruft. Dafür reichen bereits kleinste Mengen des Blütenstaubs dieser Pflanze. Der Österreichische Polleninformationsdienst meldet, dass aktuell an trockenen Tagen mit Wind aus östlicher oder südöstlicher Richtung hohe bis sehr hohe Belastungen möglich sind. Regen sorgt vorübergehend für Entlastung, danach ist rasch mit einem Wiederanstieg zu rechnen.
Die sehr anpassungs- und widerstandsfähige Pflanze kommt ursprünglich aus den USA. Sie wurde durch Hilfslieferungen nach dem Krieg eingeschleppt und breitet sich vom Osten her auch in Österreich von Jahr zu Jahr weiter aus. Wien, das Burgenland und Niederösterreich sind demnach die Gebiete mit dem höchsten Ragweed-Vorkommen. Das europäische Traubenkraut ist jedoch widerstandsfähiger als die amerikanische Pflanze – sie profitiert offensichtlich vom Klimawandel verträgt zudem mehr Frost. Hat sich Ragweed in einer Gegend erst einmal etabliert, breitet es sich in Massen aus. „Hot spots“ sind die Straßenränder der Hauptverkehrsrouten. Aber auch in Gebieten mit Feldwirtschaft und bei Großbaustellen und Schutthalden sowie an Plätzen, wo Vögel im Winter gefüttert werden, tauchen die Pflanzen auf.
Funde melden!
Der Ragweed Finder ist ein kostenloser Service des Österreichischen Pollenwarndienstes. Ziel ist es, Vorkommen des Unkrauts öffentlich zu dokumentieren, um gezielt Maßnahmen einzuleiten. Und so funktioniert’s: Jede Bürgerin/jeder Bürger ist aufgerufen, Funde aus ganz Österreich mit Foto über die Webseite www.ragweedfinder.at oder über die Ragweed Finder-App zu melden. Jeder Melder wird über die Bestätigung oder Nicht-Bestätigung des Fundes informiert und alle tatsächlichen Ragweedfunde werden an die entsprechenden Stellen der Landesregierungen in den Bundesländern weitergeleitet.