Ragweedpollen in der Luft 24.08.2018

Das Traubenkraut Ragweed stellt aufgrund seiner hohen allergischen Potenz und seiner rasanten Ausbreitung ein zunehmend großes Gesundheitsproblem dar. Die Ragweed-Pollensaison hat laut Österreichischem Pollenwarndienst dieses Jahr früher begonnen. Es muss bei günstigen Bedingungen mit hohen bis sehr hohen Belastungen, vor allem im Burgenland, in Wien, Niederösterreich, der Steiermark, in Teilen Oberösterreichs und Kärntens, gerechnet werden. Mit der Abkühlung wird sich die Situation nun entschärfen und Pollenallergiker können auf ein Absinken der Pollenkonzentrationen hoffen.

Das Unkraut Ragweed ist eine sehr anpassungs- und widerstandsfähige Pflanze, die ursprünglich durch Hilfslieferungen nach dem Krieg aus Nordamerika eingeschleppt wurde und sich vom Osten her auch in Österreich von Jahr zu Jahr weiter ausbreitet. Hat sich Ragweed in einer Gegend erst einmal etabliert, breitet es sich in Massen aus. „Hot spots“ sind die Straßenränder der Hauptverkehrsrouten. Aber auch in Gebieten mit Feldwirtschaft und bei Großbaustellen und Schutthalden sowie an Plätzen wo Vögel im Winter gefüttert werden, tauchen die Pflanzen auf.

Ragweed-Finder

Bei fehlenden Gegenmaßnahmen breitet sich die Pflanze immer weiter aus. Der „Ragweed-Finder“ des Österreichischen Pollenwarndienstes schafft Abhilfe. Ziel ist es, Vorkommen des hoch-allergenen Unkrauts öffentlich zu dokumentieren, um gezielt Maßnahmen einzuleiten. Jeder Bürger ist aufgerufen, Funde aus ganz Österreich mit Foto über die Webseite www.ragweedfinder.at zu melden. Jeder Melder wird über die Bestätigung oder Nicht-Bestätigung des Fundes informiert und alle tatsächlichen Ragweedfunde werden an die entsprechenden Stellen der Landesregierungen in den Bundesländern weitergeleitet. Der neue Finder kann dabei helfen, einerseits die Verbreitung dieser Pflanze einzudämmen und andererseits die Menschen vor Ragweed während der Hauptblütezeit im August und September zu schützen.

Neue App „Ragweed-Finder“ in Planung – Unterstützung ist gefragt!

Um den Service auch als mobile Applikation (App) anbieten zu können, ist der Pollenwarndienst auf Spendengelder angewiesen. Alle Spenden fließen ausschließlich in die Programmierung und kostenlose Bereitstellung der App. https://www.pollenwarndienst.at/ueber-uns/spenden.html