Herbst ist Hoch-Zeit der Milben 05.10.2016

Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere, die vielen Österreichern das Leben schwer machen. Insgesamt leidet bereits jeder dritte Allergiker (auch) an einer Hausstaubmilben-Allergie. Allergieauslösend sind nicht die mikroskopisch kleinen Achtbeiner selbst, sondern vor allem die Eiweiße in ihrem Kot. Jede Milbe scheidet ca. 20 Pellets pro Tag aus und produziert damit in ihrem etwa drei Monate langen Leben das rund das 200-fache ihres Eigengewichts an Kot.

Mit der Heizperiode wird die Luft trockener und viele Milben sterben ab. Die Kotbällchen zerfallen, Allergene werden freigesetzt und mit der Heizungsluft aufgewirbelt. Dadurch gelangen sie auf die Schleimhäute von Nase und Augen und werden eingeatmet. Das ist der Grund, weshalb die kalte Jahreszeit für Allergiker am belastendsten ist.

Milben sind nahezu überall anzutreffen und ihnen aus dem Weg gehen ist fast unmöglich. Das feucht-warme Klima im Bett macht unsere Schlafstätte zum optimalen Lebensraum für Milben. Doch nicht nur im Schlafzimmer sind Hausstaubmilben zuhause. Auch die restliche Wohnung besiedeln die ungebetenen Gäste. Ihre Allergene sind in Teppichen, Pölstern, Vorhängen oder im Sofa zu finden. Doch Hausstaubmilben sind auch äußerst mobil: Wir transportieren die Milbenallergene auf unserer Kleidung oder den geliebten Kuscheltieren unserer Kinder von Ort zu Ort. Für Allergiker gibt es kaum Entrinnen. Nur gezielte Sanierungs- und Vermeidungsmaßnahmen sowie ein möglichst früher Therapiestart können helfen, die lästigen Beschwerden loszuwerden und verhindern, dass Asthma entsteht.

Tipps, wie man Allergene reduzieren kann gibt’s unter www.allergenvermeidung.org/allergenvermeidung/im-wohnbereich.html