Anaphylaxie: Wenn die Allergie lebensbedrohlich wird 13.06.2021

Von 13. bis 19. Juni ist „Welt-Allergie-Woche“, die heuer im Zeichen des allergischen Notfalls steht. Denn: Allergie ist nicht gleich Allergie. Atemwegsallergien, die durch Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare ausgelöst werden, sind unangenehm und können Gesundheit und Lebensqualität stark beeinträchtigen sowie Asthma zur Folge haben. Es gibt aber auch Allergien, die das Leben bedrohen und sogar kosten können. Diese schwerste Form einer allergischen Reaktion nennt man Anaphylaxie (griechisch: ohne Schutz). Sie kann innerhalb weniger Minuten den ganzen Körper betreffen und zum gefährlichen Kreislaufschock führen.

Der Stich einer Biene oder Wespe kann für allergische Menschen zu solch einer ernsten Bedrohung werden. Auch Nahrungsmittel und bestimmte Medikamente können Auslöser schwerer allergischer Reaktionen sein. „Bei Erwachsenen sind Insektengifte, vorwiegend von Wespen, die häufigsten Auslöser für eine lebensbedrohliche Anaphylaxie“, informiert Assoz.-Prof. Dr. Gunter Sturm, Leiter des Allergieambulatoriums Reumannplatz in Wien. Aber auch Nahrungsmittel oder Medikamente können den Organismus von ansonsten gesunden Menschen völlig aus dem Lot bringen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Erdnüsse, Nüsse und Shrimps die Hauptauslöser. „Manche dieser Nahrungsmittel-Allergien – zum Beispiel Milch, Hühnerei und Weizen – bilden sich meist innerhalb einiger Jahre zurück. Nussallergien hingegen bleiben oft lebenslang bestehen“, weiß Univ.-Prof. Dr. Zsolt Szépfalusi, Leiter der Atem- und Allergieambulanz an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde an der MedUni Wien. Ab dem Volksschulalter werden auch vermehrt allergische Reaktionen auf Insektengifte (primär Bienen und Wespen) festgestellt. Medikamenten-Allergien sind bei Kindern selten.

Der IGAV-Ratgeber „Allergischer Notfall. Anaphylaxie: Wenn die Allergie lebensbedrohlich wird“ informiert über Warnzeichen, Behandlungsmöglichkeiten und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Broschüre ist kostenlos und kann direkt bei der IGAV bestellt werden:

Tel: 01/212 60 60

E-Mail: [email protected]

und steht zum Download auf www.allergenvermeidung.org zur Verfügung.