Hundeallergenwerte schwanken durch Zucht, Geschlecht und Schuppen
Die Konzentrationen von Hundeallergen Can f 1 am Fell scheinen durch Hundezucht, Geschlecht und Schuppen zu variieren, sagen französische Forscher. "Die meisten respiratorischen Allergien auf Haustiere werden durch Katzen oder Hunde ausgelöst", sagen die Wissenschaftler unter der Leitung von M. Ramadour von der Université de la Méditerranée in Marseille, und sie fügen hinzu dass - obwohl die klinische Wichtigkeit der Hundeallergie bekannt ist - man nichts darüber weiss, ob alle Arten von Hunden das selbe Risiko für Allergiker darstellen. Um mehr darüber herauszufinden, verwendete das Team ELISA-Tests und mass die Konzentrationen von Can f 1 auf kleinen Bereichen rasierten Hundefelles von 228 gesunden Hunden der Rasse Deutscher Schäferhund, Pyrenäischer Schäferhund, Pudel, Cockerspaniel, Spaniel, Griffon, Labrador, Retriever und Yorshire Terrier.
Die Ergebnisse, die im Journal Allergy veröffentlicht wurden, zeigten eine grosse Variabilität von Can f 1 Werten bei den verschiedenen Rassen, mit Ergebnissen zwischen 1,99 µg/g bei Labrador und bis zu 16,72 µg/g bei Yorkshire und 17,04 µg/g bei Pudel. Die Werte differierten sogar innerhalb der Zucht sehr stark. Nur die Werte der Labradore unterschieden sich jedoch signifikant von denen jeder anderen Art, berichten die Autoren. Interessanterweise, produzierten männliche Tiere mehr Can f 1 als weibliche, mit Vergleichswerten von 11,75 zu 8,89 µg/g. Im Bezug auf Haarlänge oder Hormonstatus konnte keine Differenz festgestellt werden, obwohl der seborrhöische (Schuppen) Status das Vorkommen von Can f 1 am Haar am stärksten beeinflusste.
"Diese Arbeit zeigt zum ersten Mal, dass es Faktoren gibt, die die Konzentration von Can f 1 am Haar verschiedener Hunde modulieren können," sagt Ramadour und sein Team. Da die klinische Relevanz der Ergebnisse unbekannt ist, fügen sie jedoch hinzu dass "es nur wenige praktische Konsequenzen gibt. Wir können Patienten raten, eher Labradore zu wählen, als eine andere Rasse, aber die Variabilität von einem Hund zum anderen innerhalb derselben Rasse zeigt, dass es keine hypoallergene Hundezucht gibt. Da außerdem Hunde mit Seborrhö mehr Can f 1 auf Ihrem Fell aufweisen, als jene ohne Seborrhö, können wir Patienten nur anraten Ihren Hund zu behandeln, wenn er an Seborrhö leiden sollte."

Dog factor differences in Can f 1 allergen production; M. Ramadour, M. Guetat, J. Guetat, M. El Biaze, A. Magnan, D. Vervloet Allergy 2005; 60: 1060-1064
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