Katzenhaarallergie bei Kleinkindern
Katzen und Katzenallergene im häuslichen Umfeld erhöhen das Risiko einer allergischen Sensibilisierung bei Kindern bis zum Alter von 2 Jahren. Ab dem Schulalter tritt hingegen der Einfluss der häuslichen Umgebung in den Hintergrund. Dies zeigen die Ergebnisse der Datenauswertung von 2.166 Kindern. Die Studie widerlegt damit frühere Untersuchungen, wonach Kontakt mit Katzenallergenen in den ersten Lebensmonaten einen schützenden Effekt habe.
Die Autoren konnten vielmehr zeigen, dass neben der Haltung von Katzen bereits wiederholter Kontakt mit Katzenhaaren die Häufigkeit der allergischen Sensibilisierung bei Kleinkindern durch den Nachweis IgE-spezifischer Antigene gegen Katzenallergene erhöht. Der Untersuchung liegen Daten der multizentrischen LISA-Studie zugrunde, in der Eltern wiederholt zu verschiedenen familiären und gesundheitlichen Parametern sowie zur Häufigkeit des Umgangs ihrer Kinder mit Katzen und anderen Haustieren befragt wurden.
Die jetzt publizierte Längsschnittanalyse zur Allergieentstehung durch Katzenkontakt schützt sich zusätzlich auf eine im Alter von drei Monaten nach der Geburt in der elterlichen Wohnung entnommenen Hausstaubprobe, in der Katzenallergene bestimmt wurden, sowie auf die auf die Bestimmung des Gehalts an IgE-Antikörpern gegen Katzenhaare im Blut des Kindes (jeweils im Alter von zwei und sechs Jahren). Bis zum Alter von zwei Jahren fanden sich deutliche Korrelationen zwischen der Exposition gegenüber Katzenhaaren im häuslichen Umfeld und der Manifestation einer allergischen Sensibilisierung gegen Katzenallergene. Dieser Zusammenhang schwächte sich bei der Gruppe der Drei- bis Sechsjährigen deutlich ab (Sensibilisierung bei 1,3% der Zweijährigen versus 5% bei den Sechsjährigen).

Longitudinal study on cat allergen exposure and the development of allergy in young children; Chih-Mei Chen, Peter Rzehak, Anne Zutavern, Bärbel Fahlbusch, Wolfgang Bischof, Olf Herbarth, Michael Borte, Irina Lehmann, Heidrun Behrendt, Ursula Krämer, H.-Erich Wichmann, Joachim Heinrich; J Allergy Clin Immunology 2007,119: 1148-1155

Pneumologisch Mai 3/07
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