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Katzenhaltung kann Sensibilisierung reduzieren


foto: AstraZenecaEine Katze als Haustier zu halten, kann die individuelle allergische Sensibilisierung auf das Tier reduzieren, sagen italienische Wissenschaftler. Sie fanden nämlich heraus, dass sensibilisierte Katzenbesitzer weniger an schweren Hautreaktionen auf Katzenallergen litten als sensibilisierte Menschen in Haushalten ohne Katzen. Das Verhältnis zwischen Haustierbesitz und dem Risiko respiratorische Allergiesensibilisierung auf Haustierallergene zu entwickeln bleibt umstritten, sagen die Wissenschaftler um Gennaro Liccardi von der "Antonio Cardarelli"-Klinik in Neapel, Italien. Um mehr darüber herauszufinden, verglichen die Forscher den Grad kutaner Hypersensitivität mit den Werten von Immunoglubulin (IgE) und IgG4 Antikörpern gegen Katzenallergen bei sensibilisierten Patienten mit (n=43) und ohne (n=69) Katze im Haushalt, als auch mit einer Kontrollgruppe von 27 Atopikern, die nicht gegen Katzen sensibilisiert waren und 25 nicht Atopikern.

Alle Teilnehmer wurden mittels doppeltem Haut-Prick-Test einem Hypersensibilitätstest mit vier fünf-fach Verdünnungen des Katzenhaarallergen-Extraktes unterzogen und die entsprechenden Hautareale wurden unter Verwendung von Parallel Line Assays analysiert. Zusätzlich sammelten die Wissenschaftler Blutproben jedes Teilnehmers und testeten die Werte von IgE und IgG4 Antikörpern. Sie berichten, dass die Patienten mit einer Katze im Haushalt weniger Hautreaktionen auf das Allergen zeigten, als jene aus der Gruppe ohne Katze, und zwar mit einer 3,4-fachen Differenz in der Hautsensitivität. Außerdem hatten jene mit einer Katze im Haushalt auch signifikant höhere Werte von IgG4 Anitkörpern auf Katzen, als jene ohne das Haustier, obwohl kein Unterschied bei den Werten der IgE Antikörper festgestellt werden konnte, erläutert das Team weiter. Bei beiden Kontrollgruppen waren alle katzenspezifischen Tests negativ.

Im Journal Respiratory Medicine berichteten Liccardi und seine Kollegen:" Direkte Katzen-Exposition bei Jugendlichen und Erwachsenen mit respiratorischer Allergie ist mit einer niedrigeren Hautreaktion auf Katzenallergen-Extrakt assoziiert, wie wir mittels Haut-Prick-Test feststellen und mit indirekter Exposition vergleichen konnten". Die Wissenschaftler vermuten eine mögliche Erklärung für diese Ergebnisse darin, dass "fortlaufende Katzen-Exposition einen schützenden Effekt einleiten kann", sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, durch Modulation der allergischen Sensibilisierung bei bereits sensibilisierten Personen.





Cutaneous and serological responses to cat allergen in adults exposed or not to cats;
Liccardi et al;
Respir Med 2005; 99: 535-544




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