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Allergiepflanze Traubenkraut vermehrt in Niederösterreich


foto: Univ. Prof. Dr. S. JägerSt. Pölten (NLK) - Im Jahr 2004 wurden in Niederösterreich vermehrt Ragweed-Pollen nachgewiesen. Deshalb wurde von der Abteilung Umwelthygiene beim Amt der NÖ Landesregierung ein Maßnahmenpaket geschnürt: 2005 wurden alle Mitarbeiter der Straßenmeistereien im Weinviertel und im Industrieviertel in der Erkennung des Traubenkrauts, nach seiner amerikanischen Herkunft auch "Ragweed" genannt, eingeschult. Prompt wurden 60 Standorte entlang von Straßen erfasst.

Schwerpunkte der Verbreitung dieser bis zu einem Meter hohen Pflanze waren damals das Marchfeld zwischen Wolkersdorf und Gänserndorf und der Raum bei Wiener Neustadt und Neunkirchen. Auch die Ausbreitung auf andere Regionen Niederösterreichs ist möglich. Die Ausbreitung an Straßen schreitet deshalb so rasch voran, weil das Traubenkraut massenhaft Samen produziert. Die Vernichtung im Hausgarten ist einfach: Man reißt die Pflanze samt der Wurzel aus. Entlang von Straßen ist das komplizierter. Das Abmähen der Pflanze vor dem Aufblühen bzw. das weitere Mähen das ganze Jahr über ist so eine Maßnahme; während der Blüte zu mähen, verstärkt hingegen die Verfrachtung der Pollen noch. Im Frühjahr 2006 werden zudem einige Versuchsstrecken mit einheimischen Konkurrenzpflanzen besämt. Das soll die Keimung von Ragweed verhindern, weil diese Pflanze unbeschatteten Boden benötigt. Da die Ragweed-Samen jahrelang keimfähig bleiben, muss jede Bekämpfung wiederholt werden. Diese Pflanze kann bei Menschen eine Allergie auslösen, die zur Beeinträchtigung der Augen und zum Heuschnupfen, bei ca. 35 Prozent der Betroffenen aber auch zu einer Reaktion der unteren Atemwege, also zu allergischem Asthma, führt.

Weitere Informationen: Dr. Ulrike Schauer, Telefon 02742/9005-12945
Ing. Sabine Auer, Telefon 02742/9005-60265
Email: post.gs2@noel.gv.at



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