KANN ASTHMA VERHINDERT WERDEN?

Die Ergebnisse einer im August
publizierten Studie zeigen, dass bei Kleinkindern tatsächlich
Asthma vorgebeugt werden kann, wenn bestimmte Maßnahmen eingehalten werden.
An der schwedischen BAMSE-Studie nahmen über 4.000 Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren teil.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass jene Kinder, deren Eltern sich
an die nationalen Richtlinien zum Vorbeugen von allergischen
Erkrankungen hielten, tatsächlich wesentlich seltener Asthma
entwickelten.
Diese Richtlinien wurden in allen
schwedischen Gesundheitszentren verteilt und von den Behörden
propagiert. Sie beinhalten drei Punkte:
- Ausschließliches Stillen bis zum Alter von mindestens 4 Monaten
- Vermeidung von Tabakrauch
- Gute Lüftung des Haushaltes und normale Luftfeuchtigkeit anstreben
Kinder, die laut diesen Kriterien aufwuchsen,
erkrankten wesentlich seltener (6,9%)
an Asthma als jene, deren
Eltern mindestens zwei der Kriterien nicht einhielten
(17,9%). Die Zahl der Geschwister oder
im Haushalt lebende Haustiere hatte keinen Einfluss
auf die Ergebnisse. Allerdings erhöhen die
Faktoren männliches Geschlecht, allergische Vorgeschichte
eines oder beider Elternteile, Rauchen
der Mutter während oder nach der Schwangerschaft sowie
erhöhte Luftfeuchte im Haushalt das
Erkrankungsrisiko. Auch das Wohnen in Häusern, die nach 1975 erbaut wurden,
konnte mit erhöhtem Asthma- und Wheezing (pfeifende Atemgeräusche)
Risiko assoziiert werden.
Eine vierjährige Follow-up-Studie
läuft derzeit und wird hoffentlich weitere
Erkenntnisse über Zusammenhänge von frühzeitiger Vermeidung
von Risikofaktoren und Asthma bringen.

Wickman et al., Preventive strategies for wheezing and asthma Allergy August 2003: 58: 742-747
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