Maßgeschneiderte Allergenvermeidung reduziert Asthmasymptome
Neueste Studienergebnisse aus den USA deuten darauf hin, dass individuelle Programme zur Reduktion der Allergenbelastung im Haushalt die Anzahl respiratorischer Symptome bei Kindern mit Asthma signifikant verringern können.
Im New England Journal of Medicine erklären Wayne Morgan und seine Kollegen von der Universität von Arizona in Tucson: Kinder mit Asthma, die in der Innenstadt leben, sind zahlreichen Innenraumallergenen und Tabakrauch in ihren Haushalten ausgesetzt. Eine Reduktion dieser Asthmaauslöser ist bislang schwierig gewesen.“
Die Wissenschaftler wollten deshalb feststellen, ob ein individuelles Programm zur Reduktion von Allergenmengen im Haushalt - basierend auf dem Allergieprofil der jeweiligen Kinder - helfen könnte, die Asthmasymptomatik zu verbessern.
Mehr als 900 Kinder mit mittlerem bis schwerem Asthma und im Alter zwischen 5 und 11 Jahren wurden in die Studie aufgenommen und entweder dem Programm zur Allergenreduktion oder einer Kontrollgruppe zugewiesen.
Das Reduktionsprogramm war auf die individuelle Sensibilisierung der Kinder auf Innenraumallergene abgestimmt, und darauf ausgerichtet, die Familien über Möglichkeiten zur Reduzierung oder Vernichtung dieser Allergene zu informieren und die Tabakrauch-Exposition der Kinder zu verringern.
Die Wissenschaftler überwachten bei allen Teilnehmern die Asthmasymptome und die Innrenaumallergenkonzentrationen über den einjährigen Interventionszeitraum sowie über ein Folgejahr zur Kontrolle.
Weniger Asthmasymptome bereits nach 3 Monaten
Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Teilnehmer der Allergen-Reduktionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe im ersten Jahr durchschnittlich 21 Tage weniger an Asthmasymptomen litten und 16 Tage weniger im zweiten Jahr. Ausserdem zeigten sich die Vorteile des Allergenreduktionsprogrammes sehr schnell, mit signifikanten Reduktionen von Asthmasymptomen bereits 3 Monate nach Studienbeginn.
Erläuternd zu den Ergebnissen, erklärt Dr. Daniel Rotrosen, Direktor des Nationalen Institutes für Allergien und Infektionskrankheiten, Abteilung für Allergie, Immunologie und Transplantation, das die Studie unterstützte: „Kinder mit Asthma sind für gewöhnlich auf mehr als nur ein Allergen sensibilisiert. Durch einen vielfältigen, individuellen Ansatz zeigt diese Studie was für erfolgreiche Resultate Familien erreichen können, wenn sie die empfohlenen Praktiken zur Allergenreduzierung im täglichen Leben einhalten.“

N Engl J Med 2004: 351; 1068-1080 Allergen Avoidance to Reduce Asthma-Related Morbidity
Wayne J. Morgan, M.D., C.M., Ellen F. Crain, M.D., Ph.D., Rebecca S. Gruchalla, M.D., Ph.D., George T. O'Connor, M.D., Meyer Kattan, M.D., C.M., Richard Evans, III, M.D., M.P.H., James Stout,...
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