Konzentration von Innenraumallergenen beeinflusst Asthma- und Atopierisiko
Australische Studienergebnisse haben bestätigt, dass Änderungen der Konzentrationen pilzartiger Sporen und verschiedener Allergene in Innenräumen nachträgliche Änderungen der Asthmaaktivität bei jüngeren Erwachsenen mit Asthma beeinflussen. "Allergenexposition wird als wichtiger Risikofaktor für Asthma angesehen" erklärt M. Matheson und seine Kollegen von der Monash University in Melbourne im Journal Clinical and Experimental Allergy. Um die Effekte der Änderungen von Allergenkonzentrationen in Innenräumen auf den Schweregrad von Asthma sowie auf Allergiediagnosen zu untersuchen, besuchten die Wissenschaftler im Jahr 1996 Haushalte von 485 jungen Erwachsenen und bestimmten die Allergenkonzentrationen in der Luft und im Hausstaub. Zwei Jahre später kam das Team zu 360 der Studienteilnehmer zurück um die Änderungen dieser Allergenkonzentrationen zu messen.
Zu beiden Zeitpunkten der Studie füllte jeder Teilnehmer einen Asthmafragebogen aus und unterzog sich einer Lungenfunktionsmessung, Metacholinprovokation und einem Haut-Prick-Test. Die Ergebnisse zeigten, dass jene Studienteilnehmer, die in Haushalten lebten wo sich die Schimmelsporenwerte verdoppelten, in den vorangegangenen 12 Monaten um 52% mehr an Asthmaanfällen litten als jene Studienteilnehmer, in deren Haushalten sich die Schimmesporenwerte nicht verändert hatten. Außerdem war eine Verdoppelung der Hausstaubmilbenallergenwerte mit einem um 53% erhöhten Risiko einer Allergieentwicklung und einem um 73% erhöhten Risiko eines durch einen Arzt diagnostizierten Asthma bei jenen Studienteilnehmern, die vorher keine dieser Erkrankungen hatten, verbunden.
Die Forscher schliessen: "Diese Ergebnisse belegen, dass Änderungen der Innenraumkonzentrationen von Schimmelsporen- und Hausstaubmilbenallergenen das Risiko zur Entwicklung und Persistenz von Asthma und Atopie bei Erwachsenen beeinflussen.". Sie fügen hinzu:" Weitere Studien sind notwendig um den Nutzen einer anhaltenden Reduktion der Allergenbelastung in den Haushalten zu begründen."

Changes in indoor allergen and fungal levels predict changes in asthma activity among young adults Matheson et al Clin Exp Allergy 2005; 35: 907-913
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