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Katzenallergen auch auf menschlichen Haaren


foto: Ferdinand Menzl Medizintechnik GmbH Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich auf menschlichem Haar – speziell auf jenem von Katzenbesitzern - signifikante Mengen Katzenallergen (Fel d1) befinden.

Basierend auf diesen Ergebnissen, weisen Anne-Sophie Karlsson und ihre KollegInnen vom Karolinska Institut in Stockholm darauf hin, dass die Vermeidung von Haaren von Katzenbesitzern daher eine Massnahme für allergische Kinder sein könnte, die strikte Allergenvermeidungsmassnahmen benötigen.

"Wir haben bereits früher gezeigt, dass die Werte von schwebendem Katzenallergen in Schulklassen, wo spezielle Schulkleidung getragen wird oder in Klassen ohne Haustierbesitzer, signifikant geringer sind," erklärt Karlsson. "Katzenallergen kommt jedoch auf der Schulkleidung von Katzenbesitzern vor, obwohl diese nur in der Schule benutzt, gewaschen und aufbewahrt wird" fügt sie hinzu, "und die Werte sind um das 2- bis 3-fache höher als bei Nicht-Haustierbesitzern. Dies zeigt, dass das Katzenallergen auch auf anderen Wegen als mit der Kleidung in die Schulen verschleppt wird."

Für die laufende Studie, erforschte Karlsson die Werte von Fel d1 Katzenallergen im Haar von Kindern und Erwachsenen mit und ohne Katzen. In einem Frisörsalon sammelte sie Proben von Haaren, die mindestens einen Tag vorher nicht gewaschen wurden. Die Proben von 22 Katzenbesitzern und 22 Nicht-Katzenbesitzer wurden mittels enzymverbundenen Immunosorbent-Assays auf die Werte von Fel d1 analysiert. Die Ergebnisse, die im Journal Allergy veröffentlicht wurden, zeigten das Mittelwerte von Fel d1 bei den Proben von ungewaschenen Haaren von Katzenbesitzern im Vergleich zu Nicht-Katzenbesitzern mehr als doppelt so hoch waren und um das 10-fache höher waren als bei frisch gewaschenem Erwachsenen-Haar. Interessant sei, so Karlsson, dass die Allergen-Kontamination ungewaschener Haare von Nicht-Katzenbesitzern bei Kindern höher war als bei Erwachsenen.

"Zusammenfassend kann man sagen, dass menschliches Haar beträchtliche Mengen von Katzenallergen enthält und daher eine wichtige Quelle zur Übertragung und Verschleppung von Katzenallergenen an öffentlichen Plätze, Schulen oder sogar Haushalte sein kann," schreibt die Wissenschaftlerin. "Das könnte erklären warum Katzenallergene auch in Umgebungen mit eher strikten Allergenvermeidungsmassnahmen vorkommen, wie z.B. in Klassen, wo Schuluniformen getragen werden oder wo Haustierhaltung bei den Familien der Kinder untersagt ist. Obwohl es unrealistisch und unethisch sein mag, Allergenvermeidungsstrategien gegen allergen-kontaminiertes menschliches Haar anzuwenden, ist es wichtig diese potenzielle Allergenquelle zu berücksichtigen, im speziellen für jene allergischen Kinder, die besonders strikte Allergenvermeidungsmassnahmen brauchen", so Karlsson abschliessend.




Human hair is a potential source of cat allergen contamination of ambient air
A. S. Karlsson, A. Renström
Allergy July 2005, Volume 60, Issue 7, Page 961





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