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Chlor im Zusammenhang mit Heuschnupfen


foto: Ferdinand Menzl Medizintechnik GmbHNeuste Studienergebnisse legen nahe, dass Chlorierungs-Nebenprodukte zu Heuschnupfen beitragen können. Indem sie Schwimmbad-Besuch stellvertretend für Kontakt mit Chlorierungs-Nebenprodukten nahmen, fand ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Yvonne Kohlhammer vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) in Neuherberg, Deutschland, eine "potenzielle Verbindung" zwischen der Besuchsfrequenz und Heuschnupfenerkrankungen. Die Ergebnisse basieren auf Interviews und beantworteten Fragebögen von 2606 Erwachsenen im Alter zwischen 35 und 74 Jahren, Informationen über Schwimmbadbesuch und Krankengeschichte, einschließlich atopischer Krankheiten, wurden eingeholt.

Bei der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse im Journal Allergy, sagen Kohlhammer und ihr Team, dass Personen, die im Schulalter häufig in Schwimmbäder gingen, mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann im Leben an Heuschnupfen erkrankten als jene, die nicht so oft im Schwimmbad waren (Risikofaktor [HR] = 2,5). Diese Differenz wurde nach logistischer Regressionsanalysen, die auf Alter, Geschlecht, Region, Bildung und Rauchverhalten angepasst waren, abgeschwächt, blieb aber trotzdem mit einem Risikofaktor von 1,74 signifikant. Menschen mit einer häufigen Exposition in den letzten 12 Monaten und jene, die zu irgendeinem Zeitpunkt exponiert waren, hatten ebenfalls ein erhöhtes Vorkommen von Heuschnupfen (HR= 1,32 bzw. 1,65), berichteten die Wissenschaftler. Diese Zusammenhänge waren bei den jüngsten Teilnehmern am stärksten, und sie waren auch dosisbezogen.

"Heuschnupfen ist eine Erkrankung mit zahlreichen potenziellen Einfluss-Aspekten, einschließlich Veränderungen im Lebensstil, Umweltfaktoren, Allergenexposition und Immunologie," erklären die Autoren. "Der Kontakt zu Chlorierungs-Nebenprodukten wird nicht den Hauptgrund für ein erhöhtes Vorkommen von Heuschnupfen darstellen - speziell bei Erwachsenen, aber er könnte ein wichtiger Beitrag zu dieser multifaktoriellen allergischen Erkrankung sein," bemerken die Wissenschaftler abschließend.



Swimming pool attendance and hay fever rates later in life
Y. Kohlhammer, A. Döring, T. Schäfer, H.-E. Wichmann, J. Heinrich for the KORA Study Group
Allergy 2006, Volume 61, Page 1305-1309




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