über_allergien

Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung
Medizinischer Beirat
Werden Sie Mitglied
News-Archiv ab 2007
News-Archiv ab 2005
News-Archiv bis 2004
Newsletter
download
Links
Impressum
www.menzl.com
www.alk-abello.at
Der Verein Über Allergien Allergenvermeidung Presse-Ecke Kontakt

 


Mittlere Milbenallergenmengen sensibilisieren am häufigsten



foto: Allergy Control ProductsEine Studie mit europäischen Kindern hat eine glockenförmige Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Exposition und Sensibilisierung auf Hausstaubmilbenallergene ergeben. Wie Gert Doekes von der Universität Utrecht in den Niederlanden und seine KollegInnen in der letzten Ausgabe von Allergy berichten, war die Prävalenz der Milbensensibilisierung, die zu ganzjähriger Allergischer Rhinitis und Asthma führt, bei Kindern mit Exposition zu mittleren Mengen Hausstaubmilbenallergen am höchsten - ein Ergebnis, das sich für eine Reihe von verschiedenen Subpopulationen bestätigt hat. Als Teil der PARSIFAL-Studie (Prevention of Allergy – Risk factors for Sensitization In children related to Farming and Anthroposophic Life style), die in der Schweiz und den Niederlanden, sowie in Österreich, Schweden und Deutschland durchgeführt wird, untersuchten die Wissenschaftler ob eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Milbenallergenmengen in Hausstaubmilbensensibilisierung existiert und ob mikrobielle Exposition diese Beziehung beeinflusst.

Das Team untersuchte die Mengen der Majorallergene von Dermatophagoides pteronyssinus (Der p 1) und Dermatophagoides farinae (Der f 1) 1, Endotoxin, ß(1,3)-glucans, und fungale extrazellulare Polysaccharide im Staub von 402 Matratzen an der Studie teilnehmender Kinder. Nach dem Aufteilen der Milbenallergenmengen in Tertilen und Testen auf Sensibilisierung mittels Messung des allergen-spezifischen Immunoglobulin (Ig)E auf Hausstaubmilben fanden die Forscher heraus, dass die Gesamtprävalenz der Sensibilisierung 9%, 28% und 12% bei niedrigen (<1.4µg/g), mittleren (1.4-10.4 µg/g), und hohen (>10.4 g/g) Allergenmengengruppen betrug. Diese höchsten Sensibilisierungsraten bei mittleren Expositionsmengen wurden durchgehend bei allen Gruppen gefunden, inklusive Kindern in Steiner-Schulen, solchen, die am Bauernhof und nicht am Bauernhof aufwuchsen, und auch in allen Ländern ausser Schweden, berichten die Wissenschaftler. Die absoluten Prävalenzen waren jedoch für Bauernhof-Kinder im Vergleich zu Steiner-Kindern und Nicht-Bauernhof-Kindern niedriger, und die Unterschiede zwischen den Expositionsmengen waren nicht mehr signifikant unter den Bauernhof-Kindern, heben die Forscher hervor. Weitere Analysen offenbarten, dass extrazellulare Polysaccharide, Glucans, und Endotoxin bei den Bauernhof-Kindern protektive Effekte gegen Milbenallergensensibilisierung bestätigten, während nicht-signifikante Effekte von Endotoxin und den extrazellularen Polysacchariden in der Steiner-Gruppe beobachtet werden konnten.

"Zusammenfassend geben unsere Daten eine glockenförmige Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Milbenallergen-Exposition und Milben-Sensibilisierung zu erkennen, die bei Kindern, die hohen Mengen mikrobieller Wirkstoffe ausgesetzt sind, nach unten versetzt wird", schliessen Doekes et al.

Cover Journal of Allergy
Nonlinear relations between house dust mite allergen levels and mite sensitization in farm and nonfarm children;
D. Schram-Bijkerk, G. Doekes, M. Boeve, J. Douwes, J. Riedler, E. Üblagger, E. von Mutius, J. Budde, G. Pershagen, M. van Hage, M. Wickman, C. Braun-Fahrländer, M. Waser, B. Brunekreef and the PARSIFAL study group;
Allergy 2006; 61: 640-647




created by m/s design