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Kindergärten können vor Atopie schützen


foto: Ferdinand Menzl Medizintechnik GmbH Holländische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass neben Haustierhaltung auch der Besuch von Kindergärten dabei helfen kann Kleinkinder gegen die Entwicklung von Atopie in ihrem späterem Leben zu schützen.

"Es gibt eine steigende Anzahl von Hinweisen dafür, dass in der Kindheit sowohl der Besuch von Kindergärten, als auch ältere Geschwister, Haustierhaltung und frühe Atemwegsinfektionen vor atopischen Erkrankungen schützen können," erklärt Gea de Meer von der Universität Utrecht. " Wenige Studien haben jedoch zwischen atopischer Sensibilisierung und Symptomen unterschieden und keine Studie hat die einzelnen Beiträge all dieser verschiedenen umweltbedingten Faktoren ausgewertet.". Um die einzelnen Effekte von Kindergärten, älteren Geschwistern, Haustierhaltung und Atemwegserkrankungen in früher Kindheit auf atopische Sensibilisierung oder atopische Symptome zu untersuchen, führte de Meer eine Querschnittsstudie mit 1555 Kindern im Alter zwischen 8 und 13 Jahren durch.

Der respiratorische Gesundheitszustand der Kinder wurde durch Fragebögen ausgewertet, während der Zustand der Atopie mittels Haut-Prick-Tests und serum-spezifischen Immunoglobulin (IgE)- Tests festgestellt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass - nach Abgleich verwirrender Faktoren- atopische Sensibilisierung - jedoch nicht Symptome - bei Kindern, die einen Kindergarten besuchten (relative Wahrscheinlichkeit [OR]=0.73) oder einen Hund oder eine Katze vor Ihrem 2 Lebensjahr hatten (relative Wahrscheinlichkeit [OR]=0.78), weniger häufig vorkamen. Im Gegensatz dazu berichteten Kinder, die vor Ihrem 2 Lebensjahr von einem Arzt wegen einer Atemwegserkrankung behandelt wurden, häufiger über Symptome wie pfeifende Atemgeräusche, Asthma, Rhinitis und/oder Dermatitis. Das Vorhandensein älterer Geschwister hatte keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit von Sensiblisierung oder Symptomen.

Die Wissenschaftler schliessen daher:" Atopische Sensibilisierung kommt weniger häufig bei Kindern, die Tagesbetreuungsstätten besuchen oder ein Haustier vor Ihrem 2 Lebensjahr haben, weniger häufig vor, obwohl dies kein Schutz gegen Symptome zu sein scheint. Der Mangel einer Beziehung zu Symptomen weist auf eine Rolle für nicht-allergische Verläufe hin."




Early childhood environment related to microbial exposure and the occurrence of atopic disease at school age
G. de Meer, N. A. H. Janssen, B. Brunekreef
Allergy 2005; 60: 619–625






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