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Allergisch auf die falsche Farbe


Foto: Vidman Zahlreiche Haarfärbemittel sollen Stoffe enthalten, die Allergien auslösen können, warnen britische Experten. Dass viele einschlägige Produkte gesundheitlich nicht unbedenklich sind, ist weithin bekannt. Zumal sich die künstlichen Farben und Tönungen zunehmender Beliebtheit erfreuen, orten die Londoner Dermatologen indes auch ein Anwachsen des Problems allergischer Reaktionen.

Die vermeintlich harmlose kosmetische Maßnahme könne Entzündungen der Gesichtshaut hervorrufen und in schlimmen Fällen auch zu Schwellungen im Gesicht führen, schreiben die Wissenschafter im "British Medical Journal". Schuld seien vor allem Para-Phenylendiamin (PPD) und diesem ähnliche Substanzen, die nach wie vor in zahlreichen der Färbeprodukte enthalten seien.

Auch Konsumenten sind gefordert

Die Forscher vom St. John's Institute of Dermatology fordern eine Intensivierung der Debatte zur Sicherheit und Zusammensetzung der Färbemittel. Sie kritisieren weiters, dass kulturelle und medial vermittelte Schönheitsideale die Benutzung solcher Präparate propagieren würden. Aber auch an die Vorsicht seitens der Verbraucher und Konsumentinnen wird appelliert: Viele würden die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen, vor allem das Testen der Haarcreme an einer kleinen Stelle, nicht einhalten, geben die Fachleute an.

Herr und Frau Österreicher tragen übrigens ein vergleichsweise geringes Risiko, derart allergisch auf falsche Farbe zu reagieren: Laut einer Studie der heimischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), bei der 64 Proben von Haarfärbemitteln untersucht wurden, findet sich PPD in 14 Prozent der getesteten Produkte. Die britischen Dermatologen vermuten die Substanz hingegen in zwei von drei Produkten. Heimische Verbraucher tun laut AGES gut daran, auf den Hinweis "Erzeugnis kann eine allergische Reaktion hervorrufen" zu achten.

netdoktor.at
15. Februar 2007




Allergy to hair dye
McFadden et. al.
BMJ 2007;334:220





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