Immer mehr Kinder in Österreich von Allergien betroffen
Auch wenn die heurige Pollensaison durch das wechselhafte Wetter in manchen Teilen des Landes etwas schwächer ausgefallen ist: Allergiker sollten jetzt schon an das nächste Frühjahr denken und mit einer Spezifischen Immuntherapie (SIT) beginnen. Stellt doch die SIT als einzige Kausaltherapie eine wichtige Maßnahme in der Asthmaprävention dar. Eine in Österreich durchgeführte Studie[1] über die Zunahme allergischer Erkrankungen im Kindesalter zeigt, dass z.B. 23 Prozent der untersuchten Teenager Typ-1-Reaktionen auf Alltagsallergene zeigten. Vor allem Pollenallergien bleiben – als zeitlich begrenzte Beeinträchtigung abgetan – oft unbehandelt. Hier wäre eine verstärkte Aufklärung über die Gesundheitsrisiken untherapierter Allergien durch den Arzt und die Empfehlung einer kausalen Allergietherapie als Asthmaprävention wünschenswert. Auch im Hinblick auf die Entlastung des Gesundheitssystems.
Erle, Hasel und Birke sind jene Gewächse, die alljährlich die Pollensaison eröffnen. Bereits Ende Jänner sind diese Frühblüher aktiv und können zu Typ-1-Reaktionen wie allergisches Asthma und Rhinokonjunktivitis führen. Laut Messungen der Polleninformationsdienste, gesammelt an der HNO-Klinik des AKH-Wien, ist die heurige Birkenpollensaison recht moderat verlaufen. Nur in drei von sieben österreichischen Regionen gab es einen Anstieg der Pollenkonzentration (siehe angeschlossene Grafik).
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Der Biologe Prof. Dr. Siegfried Jäger sieht darin aber keinen Trend: „Durch das wechselhafte Wetter verlief die heurige Birkenpollensaison durchschnittlich moderater als im Vorjahr. Die langjährigen Aufzeichnungen unserer Kollegen in der gemeinsamen europäischen Pollendatenbank zeigen jedoch, dass durch die Klimaerwärmung die Pollensaisonen generell immer länger werden und meist auch stärker verlaufen.“ (Ausführliche Daten über die Intensität der heurigen Pollensaison und die tagesaktuellen Pollenbelastungen können unter www.pollenwarndienst.at abgerufen werden).
Immer mehr Allergiker unter den österreichischen Jugendlichen
Eine Untersuchung von Wissenschaftlern des SMZ Ost-Donauspitals Wien und der Landesklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Salzburg liefert einen weiteren Beweis, dass die Zahl der Allergiker unter Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren stark gestiegen ist. So haben bereits rund 13 Prozent der 6-8jährigen der Testgruppe allergie-bedingte Rhinokonjunktivitis. Noch alarmierender ist die Verbreitung von allergischem Schnupfen bei 13-15jährigen Jugendlichen. In dieser Altersklasse wurde sogar bei 23 Prozent gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt. Birkenpollen zählten bei den untersuchten Gruppen zu den häufigsten Allergieauslösern.
Die hohen und stark gestiegenen Prävalenzzahlen für allergische Erkrankungen im Kindes- bzw. Jugendalter bedeuten eine große Belastung für die Gesundheitssysteme und eine Herausforderung für die Wissenschaft, die Therapie für die Betroffenen zu optimieren. Eine verstärkte Aufklärung der Patienten über die kausale Therapie von Allergien wäre daher wünschenswert und könnte zur Senkung der Neuerkrankungsrate bei allergischem Asthma führen.
JETZT ist idealer Zeitpunkt für Pollenallergiker mit SIT zu starten
Die heurige Pollensaison ist so gut wie zu Ende. Die pollenarme Zeit der nächsten Monate ist der beste Zeitpunkt mit einer SIT zu beginnen. Allergologen raten zur Immuntherapie, wenn Patienten bereits 2 Saisonen hindurch über allergische Beschwerden klagen, die mit einer rein symptomatischen Therapie (Antihistaminika) nicht ausreichend behandelt werden können. Über den Herbst kann eine Grundimmunisierung aufgebaut werden und der Patient ist in der nächsten Pollensaison gesundheitlich wesentlich weniger beeinträchtigt.
Generell ist zu raten, dass mit einer SIT möglichst frühzeitig nach Diagnose der Allergie begonnen werden sollte, um einer chronische Schädigung der Lungen vorzubeugen.
Weitere Infos unter www.alk-abello.at.
Eine Patienten-Broschüre mit wichtigen Informationen zum Thema Pollenallergie kann kostenlos unter info@at.alk-abello.com oder 0732/38 53 72 angefordert werden.
[1] Herbert Kurz, SMZ Ost-Donauspital Wien, Josef Riedler, Landesklinik für Kinder- und Jugendheitlkunde Salzburg: Zunahme allergischer Erkrankungen im Kindesalter – aktuelle Hypothesen und mögliche Prävention, Wien.Med.Wschr. – 2003;153;50-58.
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