Allergenundurchlässige Überzüge verbessern den Peak-Flow bei Asthmapatienten
Holländische Wissenschaftler haben bei einer Untersuchung festgestellt, daß der Gebrauch von allergenundurchlässigen Bezügen die Allergenkonzentrationen signifikant verringert, und bei Patienten mit allergischem Asthma den morgentlichen Peak-Flow verbessert.
Lisette von den Bemt von der Maastricht Universität und ihre Kollegen berichten, daß Allergenexposition eine wichtige Rolle spielt bei der Entwicklung bronchialer Hyperreagibilität und chronisch - entzündlicher Resonanz wie sie bei Asthmapatienten vorkommt. Die Wissenschaftler fügen hinzu, daß Hausstaubmilben eine wichtige Allergenquelle darstellen. Die Reduzierung dieser Allergene könnte zu einer Verbesserung der Lungenfunktion und einer Verringerung der Asthma Symptome führen.
Um die Wirkung der Allergenundurchlässigen Überzüge in Bezug auf die Allergenmengen zu testen, leiteten die Wissenschaftler eine randomisierte Studie mit 52 Patienten die an allergischem Asthma litten, ein.
Die Patienten wurden mit allergendichten oder Placebo-Überzügen ausgestattet, die sie für Ihre Matratzen, Tuchenten und Pölster für einen Zeitraum von 9 Wochen verwendeten. Weiters wurden Sie angewiesen täglich Ihre Peak-Flow Werte und Asthma-Symptome aufzuzeichnen. Aus den Matratzen wurden Staubproben entnommen und die Allergenkonzentration festgestellt.
Die Forscher fanden heraus, daß es einen bedeutsame (87%) Reduktion beim Hausstaubmilbenallergen auf den Matratzen gab, nachdem sie mit undurchlässigen Überzügen umhüllt wurden. Auch bei den Peak-Flow-Werten gab es eine signifikante Steigerung in der Gruppe, die allergendichte Überzüge verwendete. Einzig bei den Asthma-Symptomen war der Unterschied zur Placebo-Gruppe zu gering um eine Verbesserung festzustellen.
In der November-Ausgabe des Journal of Allergy and Clinical Immunology schlussfolgert Van den Bemt, dass „allergendichte Überzüge die Menge an Hausstaubmilbenallergen signifikant senkten. Ausserdem waren die morgenltichen Peak-Flow Werte signifikant erhöht. Die Studie zeigt daher, dass Allergenvermeidung günstige Auswirkungen auf Allergenreduzierung und Asthmaergebnisse haben kann.“
Die Wissenschaftlerin fügt hinzu, dass der Gebrauch von Medikation und die Gegenwart anderer Allergien als Hausstaubmilbenallergie „bei anderen Studien über die Wirksamkeit der Milbenallergensanierung berücksichtigt werden sollten.“

J Allergy Clin Immunol 2004; 114: 858-86
Clinical effectiveness of a mite allergen–impermeable bed-covering system in asthmatic mite-sensitive patients Lisette van den Bemt, Lieke van Knapen, Marjolein P. de Vries, Margreet Jansen, Sonja Cloosterman, Constant P. van Schayck;
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