Feuchte Wohnungen können das Asthma-Risiko für Kinder verdoppeln
Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Exposition zu Schimmel und Feuchtigkeit in Haushalten das Risiko eines Kindes zur Entwicklung von Asthma verdoppeln kann.
Jouni Jaakkola von der Universität von Birmingham und seine Assistenten weisen darauf hin, dass bislang veröffentlichte Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Feuchtigkeits- oder Schimmelexposition und der späteren Entwicklung von Asthma beschäftigten, nur Querschnitts- oder Fallkontrollstudien waren und deshalb ungenügend Daten boten.
Darum untersuchten die Wissenschaftler 1984 finnische Kinder im Alter zwischen 1 und 7 Jahren über einen längeren Zeitraum um festzustellen, ob sie in den nächsten 6 Jahren Asthma entwickelten oder nicht.
Die Studie konzentrierte sich auf vier Indikatoren von Feuchtigkeit oder Schimmel, im Speziellen waren dies Schimmelgeruch, sichtbarer Schimmel, sichtbare Feuchtigkeit und Wasserschäden in den Haushalten.
Die Forscher berichten, dass die Präsenz von Schimmelgeruch offensichtlich der einzige Risikofaktor für die Entwicklung von Asthma sei. Insgesamt hatten 138 Kinder (7,2 %) im Zeitraum der Studiendauer Asthma entwickelt, wobei jene Kinder, die in Wohnräumen mit Schimmelgeruch lebten, doppelt so häufig dazu neigten Asthma zu entwickeln, als jene Kinder in Wohnungen ohne Schimmelgeruch.
„Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schimmelexposition das Risiko zur Entwicklung von Asthma in der Kindheit erhöht,“ fassen Jaakkola und sein Team zusammen.
Jim Burkhart, Wissenschaftsredakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental Health Perspectives, in der die Untersuchung veröffentlicht wurde, nimmt zu diesen Ergebnissen Stellung und sagt: “Diese Studie ist für Familien in der ganzen Welt wichtig. Jeder mit kleinen Kindern im Haushalt sollte über die potenziell schädlichen Effekte einer Langzeit-Exposition zu Schimmel und den möglichen Zusammenhang mit Asthma bei Kindern Bescheid wissen.“

Home Dampness and Molds, Parental Atopy, and Asthma in Childhood: a Six-year Population-based Cohort Study; Jouni J. K. Jaakkola, Bing-Fang Hwang, and Niina Jaakkola; Environ Health Perspect 2005; 113: 357-361
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