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Viele Kinder – weniger Allergien?


foto: MS Design Italienische Forscher scheinen einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Kindern, die eine Frau hat, und dem lebenslangen Risiko zur Entwicklung allergischer Rhinitis oder Konjunktivitis gefunden zu haben, obwohl sie sagen, dass es unklar ist, ob maternale Atopie die Ergebnisse beeinflusst oder nicht.

In der Fachzeitschrift Allergy berichten die Forscher um Francesco Foastiere aus Rom, dass maternale Atopie ein grösserer Prediktor für Kindheits-Asthma und Heuschnupfen ist, als die Familiengrösse.
Sie fügen hinzu:“ Wenn mütterliche Atopie im umgekehrten Verhältnis zur Anzahl der Geschwister steht, dann ist die Rolle der Geschwister bei der Entwicklung von Atopie im Kindesalter, die Basis der sogenannten „Hygienehypothese“, fragwürdig.“

Um den Zusammenhang zwischen der Anzahl von Schwangerschaften und Lebendgeburten sowie dem lebenslangen Vorkommen von Asthma, allergischer Rhinitis, Wheezing und allergischer Konjunktivitis zu untersuchen, führten die Wissenschaftler eine Querschnitts-Studie in vier Gebieten Italiens durch.
Insgesamt mussten 1755 Nichtraucher-Frauen einen Fragebogen über ihre Geschichte und das lebenslange Vorkommen von allergischen Symptomen und Krankheiten ausfüllen.
Die Analyse der Ergebnisse zeigte, dass die Anzahl von Lebendgeburten im umgekehrten Verhältnis zum Risiko der Frauen allergische Rhinitis und allergische Konjunktivitis zu entwickeln zusammenhängt, mit einer Odds Ratio für jene mit vier oder mehr Kindern von 0,53 für Rhinitis und 0,42 für Konjunktivitis.
Ein ähnlicher Trend zeigte sich bei der Anzahl von Schwangerschaften einer Frau, obwohl diese Resultate statistisch nicht relevant seien, berichten die Autoren. Zwischen der Anzahl von Lebendgeburten oder Schwangerschaften und Asthma oder Wheezing schien jedoch kein Zusammenhang zu bestehen.

„Zusammenfassend kann man sagen, dass die komplexe Wechselbeziehung zwischen Genetik, In-Utero-Entwicklung und frühen umgebungsbedingten Faktoren bei der späteren Entwicklung von Atopie im Kindesalter und Asthma eine Rolle spielt“, berichten Forastiere und seine Kollegen.

Im Hinblick darauf, dass die Gründe für den Zusammenhang unklar sind, meinen die Wissenschaftler abschliessend:“ Man könnte spekulieren, daß der Anstieg bei mütterlicher Atopie, verbunden mit der Abnahme der Parität der Frauen, den Anstieg bei der Prävalenz von Allergien im Kindesalter erklären könnte. Die wahren Faktoren, jedoch, die nicht nur Kinder, sondern auch deren Mütter zu beschützen scheinen, müssen noch geklärt werden.“





Number of offspring and maternal allergy
F. Forastiere, J. Sunyer, S. Farchi, G. Corbo, R. Pistelli, S. Baldacci, M. Simoni, N. Agabiti, C. A. Perucci, G. Viegi
Allergy 2005; 60: 510-514






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