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Allergische Atemwegserkrankungen bei Neurodermitikern häufiger



foto: Medical International ResearchFinnische Wissenschaftler haben kürzlich herausgefunden, dass Patienten mit Atopischer Dermatitis ein erhöhtes Risiko bronchialer Hyperreaktivität und eosinophiler Atemwegsentzündungen haben. "Obwohl Patienten mit Atopischer Dermatitis häufig Symptome haben, die eine Gegenwart von Asthma oder allergischer Rhinitis nahelegen, wurde die Prävalenz und Anzeichen respiratorischer Erkrankungen bei Patienten mit Atopischer Dermatitis bislang weitgehend nicht erforscht", erklären Hannele Kyllönen und KollegInnen vom Helsinki University Central Hospital.

Um die Prävalenz respiratorischer Symptome, bronchialer Hyperreaktivität und eosinophiler Atemwegsentzündungen zu erforschen, untersuchten die Wissenschaftler 86 Patienten mit mittelgradiger bis schwerer Atopischer Dermatitis und 49 gesunde Kontrollprobanden. Die Studienteilnehmer mussten einen Fragebogen ausfüllen und sich Lungenfunktionstests unterziehen und um die bronchiale Hyperreaktivität zu untersuchen wurden Histaminprovokationen durchgeführt. Mittels induzierter Sputumtests wurde die eosinophile Atemwegsentzündung bestimmt, und mittels Hautpricktests und Totalserum IgE Messungen die Atopie.

Die Ergebnisse wurden im Journal Clinical and Experimental Allergy veröffentlicht und zeigen, dass 36% der Patienten mit Atopischer Dermatitis ein durch einen Arzt diagnostiziertes Asthma hatten, verglichen mit nur 2% der gesunden Kontrollgruppe und damit einem Chancenverhältnis von 10,1. Ausserdem litten auch 45% der Patienten mit Atopischer Dermatitis an durch einen Arzt diagnostizierter Allergischer Rhinitis, verglichen mit nur 6% der Kontrollgruppe (Chancenverhältnis 4,5), während bronchiale Hyperreaktivität bei 51% der Patienten mit Atopischer Dermatitis zu finden war (10% der Kontrollgruppe, Chancenverhältnis 5,5) und Sputum Eosinophilie bei 81% festgestellt wurde (Kontrollgruppe 11%, Chancenverhältnis 76,1). Logistische Regressionsanalysen deckten auf, dass bei Patienten mit Atopischer Dermatitis erhöhte Serum-IgE Spiegel und positive Hautpricktests mit der Gegenwart von ärztlich diagnostiziertem Asthma und Allergischer Rhinitis sowie bronchialer Hyperreaktivität und Sputum Eosinophilie verbunden waren.

"Wir schliessen daraus, dass Patienten mit Atopischer Dermatitis, speziell solche mit positiven Hautpricktests und hohen Serum-IgE Spiegeln, oft für Asthma typische bronchiale Hyperreaktivität und eosinophile Atemwegsentzündungen haben", schreibt das Forscherteam. "Diese Patienten haben oft respiratorische Symptome und können ein erhöhtes Risiko haben klinisches Asthma zu entwickeln. Längsschnittdaten sind notwendig, um die Ergebnisse der Patienten mit Atopischer Dermatitis und respiratorischen Erkrankungen beurteilen zu können, und um jene zu identifizieren, die eine frühe Behandlung in Richtung Asthma benötigen."



Respiratory symptoms, bronchial hyper-responsiveness, and eosinophilic airway inflammation in patients with moderate-to-severe atopic dermatitis;
H. Kyllönen, P. Malmberg, A. Remitz, P. Rytilä, T. Metso, I. Helenius, T. Haahtela and S. Reitamo;
Clin Exp Allergy 2006; Volume 36 Issue 2: 192–197; doi:10.1111/j.1365-2222.2006.02419.x



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