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Kleine Bauernhöfe schützen Landwirte vor allergischen Erkrankungen


foto: Archiv Polnische Forscher fanden heraus, daß arbeiten auf kleinen Bauernhöfen – wo viele der in der polnischen Landwirtschaft beschäftigten Menschen tätig sind - offensichtlich vor der Entwicklung arbeitsbedingter, allergisch-respiratorischer Symptome schützt.

„Landwirte sind einer Vielzahl verschiedener Allergene von Pflanzen, Tieren, Schimmel und Insekten ausgesetzt, daher kann eine hohe Verbreitung von Allergien bei Ihnen erwartet werden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß das Risiko von Asthma, Heuschnupfen und Atopie bei Kindern von Landwirten geringer war, als bei Kindern aus nicht-landwirtschaftlichen Familien,“ sagen J. Walusiak und seine Kollegen vom Nofer Institut für Berufsmedizin in Lodz.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Mehrzahl der Bauernhöfe in Polen kleine, nicht-spezialisierte Betriebe sind, die unterschiedlichen Anbau betreiben und gewöhnlich wenige Tiere verschiedener Arten besitzen, untersuchten die Wissenschaftler die Risikofaktoren arbeitsbedingter respiratorischer Symptome sowie berufsbedingter Rhinitis und Asthma bei polnischen Landwirten.

Sie untersuchten weiters, ob bestimmte Zuchtkriterien einen Einfluss auf die Prävalenz von Atopie und allergischen Erkrankungen haben könnten.

Für ihre Studie analysierten die Wissenschaftler 100 Landwirte, die über arbeitsbedingte asthmatische und/oder rhinitische Symptome berichteten, und als Kontrollgruppe 102 Landwirte ohne respiratorische Symptome.

Im Journal of Allergy berichten die Forscher, dass bei 68 der Landwirte mit Symptomen respiratorische allergische Krankheiten festgestellt werden konnten, wobei diese vier Fälle beinhalteten, die berufsbedingten Allergenen zugeordnet waren.

Mittels gestaffelter logistischer Regressionsanalysen fanden die Wissenschaftler heraus, dass kleine Bauernhöfe mit einem Wahrscheinlichkeitsquotienten von 0.23 gegen die Entwicklung arbeits-bezogener Symptome schützten.

Getreidebau und ein positiver Haut-Prick-Test auf Getreide, waren jedoch mit einem erhöhten Risiko von berufsbedingtem Asthma und/oder Rhinitis verbunden, genauso wie die Exposition gegenüber Vorratsmilben, berichten Walusiak und seine Kollegen.

Walusiak und Kollegen fassen daher zusammen:“ Getreideanbau und Sensibilisierung auf Getreide spielen eine signifikante Rolle bei der Entwicklung von berufsbedingtem Asthma bei Polnischen Landwirten. Außerdem scheint die Arbeit auf kleinen Bauernhöfen vor der Entwicklung von abeitsbezogenen respiratorischen Symptomen, die hauptsächlich auf Allergien zurückzuführen sind, zu schützen“.




Allergy 2004; 59: 1294-1300
Small nonspecialized farming as a protective factor against immediate-type occupational respiratory allergy?
J. Walusiak, P. Krawczyk-Adamus, W. Hanke, T. Wittczak, C. Paczski



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