Bakterielle Bestandteile können Risikokinder vor Allergien schützen
Einer neuesten amerikanischen Studie zufolge können hohe Mengen bestimmter bakterieller Substanzen im Haushalt Säuglinge vor Allergien schützen. Je mehr dieser so genannten Endotoxine in der Umgebung vorkommen, desto seltener entwickeln die Kinder Ekzeme. Ihre Untersuchungen schildern Wanda Phipatanakul und ihre Kollegen aus Boston in der Fachzeitschrift Pediatrics. Die Ergebnisse bekräftigen die so genannte Hygiene-Hypothese, nach der eine zu reine Umgebung in den ersten Lebensjahren die Entwicklung von Allergien begünstigt.
Im Rahmen einer Studie über Allergien und Asthma untersuchten die Mediziner 400 Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil unter Asthma oder allergischen Erkrankungen litt. Sie sammelten außerdem Staubproben aus den Wohnzimmern der Familien und analysierten sie auf Endotoxine. Diese Substanzen sind Bestandteile der Zellwände vieler Bakterien und sammeln sich zum Beispiel im Hausstaub an.
Je mehr Endotoxine die Forscher im Haus der Kinder fanden, desto geringer war die Wahrscheinlichkeit, dass diese in ihrem ersten Lebensjahr ein Ekzem entwickelten. Die Forscher möchten Eltern allerdings nicht empfehlen, mit dem Putzen aufzuhören. "Es sind noch viele Studien nötig, um tatsächlich Ratschläge geben zu können", so Phipatanakul.
Endotoxin Exposure and Eczema in the First Year of Life
Phipatanakul et al; PEDIATRICS Vol. 114 No. 1, July 2004, pp. 13-18
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