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Kinder mit Kuhmilch-Allergie haben ein erhöhtes Asthma-Risiko


foto: MS Design Kinder mit einer Allergie auf Kuhmilch haben ein erhöhtes Risiko respiratorische Allergien wie Asthma und Rhinitis zu entwickeln und sollten daher regelmässig vom Arzt darauf untersucht werden, sagen Portugiesische Wissenschaftler.

„Kuhmilch-Allergie (KMA) ist eine der häufigsten Lebensmittelallergien in der pädiatrischen Bevölkerung“ bemerken G. Sampaio und Assistenten vom Dona Estefânia Krankenhaus in Lissabon. „In unserem Krankenhaus hat sich das Vorkommen von Kuhmilch-Allergie als Haupt-Nahrungsmittel-Allergen bei Kindern gesteigert (46 % der Fälle).“

In Hinblick darauf, versuchten die Wissenschaftler die Häufigkeit anderer allergischer Erkrankungen bei 76 Kindern mit vergangenen oder gegenwärtiger Immunoglobulin (Ig)E-vermittelter KMA zu bestimmen. Die Kinder waren in zwei Gruppen geteilt – jene mit vorübergehender Allergie nach 24 Monaten oder auch weniger und jene mit länger als 36 Monate andauernder Allergie – und verglichen mit einer Kontrollgruppe von 2484 Kindern aus der Durchschnittsbevölkerung.

Die Wissenschaftler fanden heraus, daß Asthma bei beiden Gruppen mit KMA signifikant öfter vorkam als bei der Kontrollgruppe, wobei 36% derjenigen mit vorübergehender KMA und 58% jener mit länger andauernder KMA betroffen waren, im Vergleich zu 14% der Kontrollgruppe. Rhinitis kam ebenfalls wesentlich häufiger vor, mit 40% und 42% betroffener Kinder mit vorübergehender und bleibender KMA, und vergleichsweise nur 26% der Kinder aus der Kontollgruppe, obwohl diese Unterschiede statistisch nicht signifikant waren.

Ausserdem kam atopische Dermatitis viel häufiger bei Kindern mit bleibender KMA (39% betroffen) vor und häufiger, aber nicht signifikant bei Kindern mit vorübergehender KMA (22%), während die Kontrollgruppe mit nur 15% betroffen war, berichten die Forscher.

In der Zeitschrift Allergy berichten die Forscher:“ Unsere Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit KMA, unabhängig von der Dauer der Allergie im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung respiratorischer Allergiesymptome haben; und jene mit länger andauernder KMA leiden häufigerer unter Asthma als diejenigen mit vorübergehender KMA.“

Sampaio und sein Team schliessen daraus, daß „diese Ergebnisse die Wichtigkeit einer regelmäßigen Kontrolle von Kindern mit KMA zeigen und sogar die Frage erheben ob primäre Präventivmaßnahmen getroffen werden sollten, im Hinblick auf das hohe Risiko folgender respiratorischer Allergien.“





Transient vs persistent cow's milk allergy and development of other allergic diseases;
G. Sampaio, S. Marinho, S. Prates, M. Morais-Almeida, J. Rosado-Pinto;
Allergy 2005; 60: 411-412






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