Spezifische Immuntherapie kann Kinder jahrelang vor Asthma schützen
AlkAbello.jpg)
Subkutane spezifische Immuntherapie gegen Heuschnupfen kann bei Kindern auch eine gute Prophylaxe gegen Asthma sein. Wie eine Studie ergeben hat, sind die Kinder nicht nicht nur während, sondern auch noch bis zu 10 Jahre nach der Therapie vor Asthma geschützt. An der PAT (Preventive Allergy Treatment)-Studie, die bereits im Jahre 1992 begonnen wurde, nahmen 208 Kinder mit Gräser- oder Birkenpollenallergie im Alter von 6 bis 14 Jahren teil. Die Kinder erhielten drei Jahre lang nur eine symptomatische Therapie oder zusätzlich eine spezifische Immuntherapie (SIT) mit einem standardisierten Allergenextrakt. Zu Therapiebeginn hatten 160 Kinder noch kein Asthma und bei ihnen kam es mit SIT signifikant seltener zum Etagenwechsel als ohne - jene Kinder ohne SIT bekamen 2,5mal häufiger Asthma.
Der Schutzeffekt der SIT vor Asthma bleibt jedoch auch noch Jahre nach Therapieende bestehen, darauf deuten neue Daten aus der PAT-Studie, die kürzlich beim AAAAI-Meeting in Miami und beim SOSA-Kongreß in Kopenhagen präsentiert wurden, hin: 157 Kinder wurden 10 Jahre lang beobachtet, also 7 Jahre nach Beendigung der SIT. Davon waren 117 zu Studienbeginn ohne Asthma. Von den Kindern, die vor der Immuntherapie ohne Asthma waren, hatte die mit SIT behandelte Gruppe innerhalb von sieben Jahren nach Therapieende signifikant weniger Asthma entwickelt, als die Kontrollgruppe. Während in der aktiven Gruppe nämlich nur 33 Prozent der Kinder Asthma entwickelten, waren es in der Kontrollgruppe ganze 83 Prozent. Offenbar ist das Asthma-Risiko mit Hyposensibilisierung auf Dauer um das 2,5fache reduziert.
|