Verbreitete Allergene in Kindergärten gefunden
Wissenschaftler aus den USA haben herausgefunden, dass Kindergärten eine
signifikante Quelle von Innenraumallergenen sein können. Das Team
untersuchte 89 Kindertagesstätten in North Carolina und fand nachweisbare
Mengen häufig vorkommender Allergene wie z.B. von (Schimmel-)Pilzen, Katzen,
Hausstaubmilben, Hunden, Küchenschaben und Mäusen, obwohl die direkten
Quellen von einigen dieser Allergene gar nicht vor Ort waren. "Da Kinder
erhebliche Zeit in Kindergärten verbringen, ist es für die Eltern sehr
wichtig die Risiken der Allergenexposition zu kennen und zu wissen, wo die
Allergene zu finden sind", sagt Wissenschaftler David Schwartz vom National
Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS) im Research Triangle
Park, North Carolina.
Für Ihre Studie, analysierte Schwartz mit seinen Kollegen Staubproben von
bis zu vier 1 m² großen Flächen, sowohl auf glatten Bodenoberflächen, als
auch auf Teppichen. Die Wissenschaftler fanden nachweisliche Mengen aller
getesteten Allergene in allen 89 getesteten Kindergärten, mit
Höchstkonzentrationen von Katzen-, Hunde- und Schimmelallergenen. Die Mengen
waren jenen ähnlich, die man bereits zuvor mittels Studien in Haushalten in
den südlichen USA bestimmt hatte, betonen die Forscher. Vor allem fanden
sich signifikante Unterschiede zwischen den Allergenmengen auf
Teppichoberflächen und glatten Oberflächen, mit 5-fach höheren
Konzentrationen auf den Teppichböden.
"Interessanterweise kontnen - ähnlich wie bei anderen Studien - Hunde- und
Katzenallergene in nahezu allen Kindertagesstätten nachgewiesen werden,
obwohl nie ein Hund oder eine Katze dort gewesen sind," sagt Studienleiter
Samuel J. Arbes, auch vom NIEHS. "Es ist wahrschenlich, dass die
Tierhaarallergene mit der Kleidung der Kinder in die Einrichtungen
verschleppt werden." fügt Arbes hinzu, und: " Die Ähnlichkeiten der
Allergenmengen in den Kindergärten und Haushalten im Süden der USA deuten
darauf hin, dass Kinder und Betreuer in solchen Tagesstätten andauernd den
Allergenen ausgesetzt sind. "Weitere Untersuchungen sind notwendig um die
Effekte der Allergenexposition ausserhalb der Innenräume zu ermitteln", so
Arbes abschließend.

Exposure to indoor allergens in day-care facilities: Results from 2 North Carolina counties; Arbes Jr., Michelle Sever, Jigna Mehta, Nicholas Collette, Brittany Thomas, Darryl C. Zeldin; J Allergy Clin Immunol 2005; Volume 116, Issue 1, Pages 133-139
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