Weniger Milbenallergene in energie-effizienten Häusern
Umgebungsbedingungen spielen eine äußerst wichtige Rolle für das Milbenwachstum. Schweizer Wissenschaftler untersuchten, ob die Allergenkonzentrationen durch das Leistungsverhalten von energie-effizienten Gebäuden beeinflusst werden kann. Das Ergebnis wurde in der letzten Ausgabe des Journals Allergy publiziert. "Ganzjährige Milbenallergen-Exposition ist ein Hauptrisikofaktor für Personen mit chronischer Rhinokonjunktivitis und Asthma. Die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Milbenexposition, Sensibilisierung und Schweregrad der Erkrankung ist gut akzeptiert", erklären Professor François Spertini und sein Team vom Centre Hospitalier Universitaire Vaudois im schweizer Lausanne. Die Umgebungsbedingungen in energie-effizienten Häusern scheinen das Wachstum von Hausstaubmilben weniger zu begünstigen als jene in herkömmlichen Gebäuden – darauf deuten die neuen wissenschaftlichen Untersuchungen hin. Das Forscher-Team sammelte Staubproben von Matratzen und Teppichen in fünf energie-effizienten sowie sechs gewöhnlichen Häusern und verwendete eine quantitative Dot-Blot Analyse, um die Konzentrationen der Allergene von Hausstaubmilben, Katzen und Küchenschaben zu untersuchen. Die Bewohner der Gebäude mussten außerdem Fragebögen über die wahrgenommenen Gesundheitseffekte und den Lebenskomfort in den Häsuern ausfüllen. Die Auswertung zeigte, dass Milbenallergen-Konzentrationen mit Der f 1 als Hauptallergen in energie-effizienten Gebäuden signifikant niedriger waren, als in herkömmlichen Gebäuden. Teppiche in energie-effizienten Häusern enthielten beispielsweise im Durchschnitt 20 Nanogramm Der f 1 pro Gramm Staub, während Teppiche in herkömmlichen Gebäuden durchschnittlich 174 Nanogramm des gleichen Allergens enthielten. Bei den anderen getesteten Allergenen ergab sich zwischen den beiden Gebäude-Kategorien jedoch kein Unterschied. Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass im Vergleich zu den Gebäuden herkömmlicher Bauart, die relative Luftfeuchte in den energie-effizienten Gebäuden niedriger, die Durchschnittstemparaturen jedoch höher waren. Personen, die in energie-effizienten Häusern lebten, bewerteten ihren Lebenskomfort überdies höher. Spertini und sein Team schließen daraus: "Dies ist die erste Studie, die stark nahelegt, dass neue Konzepte zur Einsparung von Heizenergie beim Bau von Gebäuden Umgebungsbedingungen für ein um das 10-fache reduzierte Milbenwachstum im Vergleich zu herkömmlichen Gebäuden bieten können." Die Forscher stellen weiters die Hypothese auf, dass "kontrollierte mechanische Belüftung, die in allen der untersuchten energie-effizienten Gebäuden vorhanden war, Luftfeuchte und dadurch Milbenwachstum sowie Milbenallergenmengen niedrig hält und gleichzeitig einen optimalen wahrgenommenen Komfort bietet."
Major mite allergen Der f 1 concentration is reduced in buildings with improved energy performance;
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