Heuschnupfen geht ins Auge


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Eine allergische Rhinitis macht sich bei jedem zweiten Patienten auch an den Augen bemerkbar. Frauen sind einer aktuellen Befragung zufolge häufiger davon betroffen als Männer.

Juckreiz, Tränen und Rötung: Obwohl die okuläre Symptomatik der allergischen Rhinitis (AR) augenfällig ist und die Lebensqualität der Patienten trübt, wird sie von Ärzten gerne übersehen.
Nach einer Untersuchung aus Frankreich ist jeder zweite AR-Patient betroffen, aber nur bei einem von dreien werden die Beschwerden behandelt. In einer repräsentativen Stichprobe von über 4000 erwachsenen Franzosen hatten 31,7 Prozent eine allergische Rhinitis. Auf Befragen berichteten 52 Prozent der AR-Patienten - Frauen häufiger als Männer -, dass ihre Erkrankung sich auch an den Augen bemerkbar mache. Bei über der Hälfte der Betroffenen (57,5 Prozent) bestand die Augensymptomatik sogar schon länger als fünf Jahre. Mehrheitlich traten die Beschwerden während der Pollensaison auf. 30,2 Prozent der Patienten hatten im letzten Jahr mehr als sechs Monate an okulären AR-Symptomen gelitten.

Augenbeschwerden vor allem wegen Pollen
Am stärksten belästigt fühlten sich die Patienten durch Juckreiz (51,1 Prozent) und Tränen der Augen (38,6 Prozent). Weitere häufig genannte Beschwerden waren Rötungen (6,6 Prozent) und Schwellungen (3,6 Prozent). Für gut die Hälfte der Patienten (51,7 Prozent) waren die Augenprobleme sogar störender als die nasalen Symptome. Ausgelöst wurden die Augenbeschwerden nach Angaben der Patienten vor allem durch Pollen (51,3 Prozent), Hausstaub und Milben (34,8 Prozent) sowie durch Haustiere (12,2 Prozent). 38,8 Prozent der Patienten mit okulärer AR-Symptomatik empfanden sich dadurch mäßig bis stark in ihren täglichen Aktivitäten eingeschränkt. 47,8 Prozent der Patienten klagten über verzerrtes Sehen und 16,3 Prozent über Schlafstörungen. Die Beeinträchtigungen erstreckten sich auch auf das Berufsleben: 25,8 Prozent arbeiteten weniger effektiv als sonst, und 12,9 Prozent waren mindestens einen Tag lang krankgeschrieben. Nur bei 38,9 Prozent der Patienten waren die Augensymptome auch von einem Arzt diagnostiziert worden, größtenteils als (saisonale) allergische Konjunktivitis. Von den Patienten, bei denen die Augenproblematik weiterverfolgt wurde, erhielten 61,9 Prozent eine medikamentöse Therapie. Insgesamt wurden die Symptome bei 35,4 Prozent der Patienten behandelt.

Quelle: www.aerztezeitung.de


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The Burden Associated with Ocular Symptoms in Allergic Rhinitis;
J.M. Klossek, I. Annesi-Maesano, C. Pribil, A. Didier; Int Arch
Allergy Immunol 2012, 158: 411-417.




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