Bioresonanz gegen Allergie: Bei Test durchgefallen
Bis zu fünf Prozent der Bevölkerung leiden Schätzungen zufolge an Nahrungsmittel- unverträglichkeiten. Fisch, Eier, Nüsse, Sellerie und Milchprodukte gelten als Hauptverursacher für Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge, Schnupfen, Asthmaanfälle oder gar einen anaphylaktischen Schock. So mancher Betroffene
sucht sein Heil bei der Bioresonanz. Im Test des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" (Mai-Ausgabe) konnte das Verfahren nicht überzeugen.
Bioresonanztherapie soll Nahrungsmittelintoleranzen bzw. -allergien erkennen und heilen helfen, versprechen verschiedene Anbieter. "Blockaden" würden "gelöscht" und "gelöst", das "Energiesystem" optimiert. Eine Testperson suchte für den "Konsument" sechs zufällig ausgewählte Anbieter - Therapeuten und Energetiker - in Wien auf. Zur Kontrolle wurde die Versuchsperson auch in einem Allergiezentrum untersucht, wo Reaktionen auf die Hausstaubmilbe und Pferde-Epithelien sowie eine Frucht- und Milchzuckerunverträglichkeit festgestellt wurden.
Widersprüchliche Empfehlungen
Die sechs Anbieter von Bioresonanztherapie landeten mit ihren Diagnosen hingegen durch die Bank einen Schlag ins Wasser, so die Konsumentenschützer: "Kein einziger Befund deckte sich mit der im Allergiezentrum erhobenen Diagnose. Und keine zwei von jenen Diagnosen, die wir in den Instituten erhielten, waren auch nur annähernd deckungsgleich." Teilweise wurde zwar eine Lactose- oder Fructoseintoleranz erkannt. Die Ernährungsempfehlungen waren aber sehr widersprüchlich und würden außerdem eine ausgewogene Ernährung kaum mehr zulassen.
Alle Institute stellten der Testperson in Aussicht, dass die erkannten Unverträglichkeiten mittels Bioresonanztherapie heilbar seien. Der "Konsument" hält hierzu fest, dass es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die eine Wirksamkeit der Bioresonanztherapie belegen. Wer sich dennoch dafür entscheidet, muss mit hohen Kosten rechnen: Hätte sich die Testperson auf eine Therapie eingelassen, wären inklusive der empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel bis zu 900 Euro fällig geworden.
Tipp: IGAV-Ratgeber „Allergie-Wegweiser“
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Quelle: APA