DAS POLLEN-TAGEBUCH - Der neue Service des Österreichischen Pollenwarndienstes

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Erstmals – und weltweit einzigartig – kann die regional und individuell unterschiedlich empfundene Pollenbelastung für jeden einzelnen Allergiker erfasst werden. Das neue Pollen-Tagebuch auf http://phd.polleninfo.org eröffnet für Heuschnupfen-Patienten, Ärzte und Wissenschafter neue Perspektiven: Das Verständnis von Allergikern für ihre Erkrankung kann verbessert und Ärzten ein Hilfsmittel in der Diagnose, Therapiekontrolle sowie -optimierung in die Hand gegeben werden. Aerobiologen können die Qualität ihrer Prognosen erheblich steigern.


Der Österreichische Pollenwarndienst bietet ab sofort ein äußerst hilfreiches Zusatzprogramm für Pollenallergiker an: das Pollen-Tagebuch. „Patienten können mit Hilfe des Pollen-Tagebuchs ihre Beschwerden an Augen, Nase und Lunge mit den Werten des Pollenflugs der Orte, an denen sie sich aufgehalten haben – ganz egal wo in Europa, verbinden und auf einen Blick die wesentlichen Zusammenhänge erkennen. Dadurch lernen Allergiker ihre Erkrankung besser verstehen und gewinnen an Sicherheit im Umgang mit ihrer Allergie“, bringt Ass.Prof. Dr. Siegfried Jäger, Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes die entscheidenden Vorteile für Pollenallergiker auf den Punkt. Allergiker finden Antworten auf Fragen wie: Welche Pollen sind tatsächlich für meine Beschwerden an Augen, Nase oder Lunge verantwortlich? Welchen Einfluss hat ein Ortswechsel? Bringt die Therapie den erwünschten Erfolg?

2009-02-24-PK-Jaeger.jpg„Bestehende Patienten-Tagebücher können erst später mit Pollendaten verbunden werden und lassen den tatsächlichen Aufenthaltsort des Patienten außer Acht. Durch den Einsatz der Daten aus der Europäischen Pollendatenbank EAN können Pollenallergiker nun täglich ihre Beschwerden mit dem regionalen Pollenflug in ganz Europa in Zusammenhang bringen und anhand einer grafischen Darstellung sichtbar machen“, so Jäger.

Kostenlos & einfach
Das Pollen-Tagebuch ist im Internet unter http://phd.polleninfo.org kostenlos in zurzeit fünf Sprachen (deutsch, englisch, französisch, serbisch und türkisch) abrufbar. „Die einfache Anwendung macht es auch Menschen, die weniger mit dem Internet bzw. Computer vertraut sind möglich, unserer neues Angebot in Anspruch zu nehmen“, so Uwe E. Berger, MBA, der die Idee für diesen bahnbrechenden Service hatte.

Pollen-Tagebuch unterstützt Arbeit des Arztes…
Allergische Erkrankungen wie der klassische Heuschnupfen werden leider nach wie vor unterschätzt oder unzureichend behandelt. „Das neue Pollen-Tagebuch kann einen wichtigen Beitrag leisten, dass Allergiker ihre Beschwerden besser verstehen und ernster nehmen“, zeigt sich Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Gstöttner, Vorstand der Univ.-Klinik für HNO-Krankheiten Wien vom neuen Angebot überzeugt. „Darüber hinaus wird der Therapieverlauf besser kontrollierbar. Dies führt auch zu einer Hilfestellung bei der Entscheidung, ob die Behandlung den gewünschten Erfolg bringt und weitergeführt werden kann oder ob eine Änderung nötig ist. Das Pollen-Tagebuch ist somit ein wertvolles Hilfsmittel für die Diagnostik und das Therapiemanagement.“

… und schließt Wissenslücken für Aerobiologen
Eine der heikelsten ungelösten Fragen der Wissenschaft ist: wie viele Pollen pro Kubikmeter Luft sind wo und für welchen Patiententyp nötig, um Symptome auszulösen. Durch die europaweite Erfassung von Patientensymptomen und ihre Verbindung mit dem regionalen Pollenflug scheint erstmals eine Lösung in der Bestimmung dieser Schwellenwerte in Aussicht. Als Ergebnis der Datenauswertung können Patienten gemäß ihrer Reaktionslage zudem ähnlich den Haut-UV-Typen in Klassen eingeteilt werden. Polleninformationsdienste wären damit in der Lage, Vorhersagen für die einzelnen Klassen einzurichten und die Qualität der Prognosen erheblich zu steigern.

2009-02-24-PK-Kummer.jpgMithilfe vieler Allergiker wichtig!
Um die Schwellenwertbestimmung und Klassifizierung von Allergikern möglich zu machen, braucht es die kontinuierliche Mithilfe einzelner Allergiker. Je mehr Daten es gibt, desto genauer können diese Analysen erfolgen. „Es ist wichtig, dass möglichst viele Allergiker das Pollen-Tagebuch nutzen und täglich über ihre ortsgebundenen Beschwerden berichten“, appelliert die Klimatologin und Hydrogeologin Mag. Dr. Christa Kummer. Allergiker profitieren durch das neue Pollen-Tagebuch also mehrfach: „Sie leisten einen wertvollen Beitrag für die Arbeit der Wissenschafter – von der sie schließlich wieder selbst einen großen Nutzen haben werden – und können auf einen Blick Zusammenhänge zwischen Pollenflug und ihren Beschwerden erkennen, den Therapieerfolg beobachten, optimieren und damit ihre allergische Erkrankung besser in den Griff bekommen!“

Das Pollen-Tagebuch zum Mitnehmen
Für all jene, die über keinen (ständigen) Internetzugang verfügen oder keine Zeit haben, während der Pollensaison täglich online zu gehen, gibt es das Pollen-Tagebuch auch in gedruckter Form. Es beinhaltet die gleichen Elemente wie die Onlineversion, sodass die Notizen unkompliziert und rasch in die Datenmaske übertragen werden können. Kostenlos zu bestellen bei uwe.berger@polleninfo.org und über die Patientenorganisation IGAV: 01/212 60 60. www.allergenvermeidung.org

Fazit von Jäger: „Das Projekt Pollen-Tagebuch stellt ein weltweit bisher nicht da gewesenes Hilfsmittel dar, das die Lebensqualität der Patienten und die Arbeit der Allergologen und Wissenschaftler nachhaltig beeinflussen soll.“


Presseunterlagen gibt’s bei Elisabeth Leeb, ikp
T: 01/524 77 90-14,
E: elisabeth.leeb@ikp.at
sowie auf www.allergenvermeidung.org (Presse)

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