Mehr Heuschnupfen bei Kindern durch Passivrauch im Auto


Kinder die regelmäßig Passivrauch im Auto ausgesetzt sind, haben mit signifikanter Wahrscheinlichkeit öfter Heuschnupfen und Giemen, als Kinder ohne Tabakrauch-Exposition - das zeigen Resultate einer rezenten irischen Studie. Die Autoren der Studie - Luke Clancy und sein Team von Tobacco Free Research Institute in Dublin - berichten in der letzten Ausgabe des European Respiratory Journal: "Kinder sind aufgrund ihrer kleineren Atemwege, ihres höheren Sauerstoffbedarfs und ihres noch nicht voll entwickelten Immunsystems empfindlicher für durch Passivrauch hervorgerufene Atemwegserkrankungen." Wie stark sich der Effekt von Passivrauch im Auto auf die Gesundheit kindlicher Atemwege auswirkt, wurde aber bislang noch nicht erforscht. Aus diesem Grund, untersuchten die Wissenschaftler 2.809 Kinder im Alter von 13-14 Jahren, die nach dem Zufallsprinzip aus irischen Schulen ausgewählt wurden.

Alle Kinder mussten einen Fragebogen ausfüllen und Details über ihre Tabakrauch-Exposition in Autos sowie ihr eigenes Rauchverhalten bekannt geben. Die Kinder wurden auch befragt, ob sie jemals unter Asthma , Heuschnupfen, Giemen oder anderen Atemwegserkrankungen gelitten haben. Die Forscher fanden heraus, dass insgesamt 14,8% der untersuchten Kinder regelmäßig Tabakrauch im Auto ausgesetzt waren. Nach Bereinigung auf  Tabak-Exposition zu Hause und anderen Faktoren zeigte sich, dass diese Kinder mit 35% höherer Wahrscheinlichkeit unter Giemen und 30% höherer Wahrscheinlichkeit unter Heuschnupfen litten, als Kinder ohne eine solche Exposition. Zwischen Asthma und Passivrauch im Auto fanden die Wissenschaftler keine signifikante Assoziation.

Clancy und sein Team kommentieren diese Resultate so: "Obwohl unsere Studie eine Tendenz zur höheren Wahrscheinlichkeit respiratorischer und allergischer Symptome bei Kindern mit Passivrauch-Exposition in Autos zeigt, muss diese noch durch umfassende Longitudinalstudien in verschiedenen Bevölkerungsschichten bestätigt werden." Sie fügen aber auch hinzu, dass "unter der Annahme eines kausalen Zusammenhanges, solche respiratorischen Symptome einen Domino-Effekt auf Schulabwesenheit sowie ein höheres Risko für zukünftige mit Passivrauch in Zusammenhang stehende Morbidität und Mortalität haben könnten." Die Forscher ergänzen abschließend: "Diese Resultate unterstützen bestehende Bemühungen rechtliche Schritte für rauchfreie Autos in Irland voranzutreiben, aber sie müssen noch durch angemessene Evidenz aus anderen Ländern fundiert werden."

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Second-hand smoke exposure in cars and respiratory health effects in children;
Z. Kabir, P-J. Manning, J. Holohan, S. Keogan, P.G. Goodman and L. Clancy;
Eur Resp J 2009; 34: 629-633

  

 

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