Katze und Hund im Doppelpack reduzieren Atopierisiko
Die Haltung von sowohl Hunden als auch Katzen, ist mit einem reduzierten Atopierisiko in der Kindheit und im Erwachsenenalter verbunden – lautet das Ergebnis einer rezente Studie, die im renomierten Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht wurde. "Die Exposition gegenüber Katzen und Hunden während der Kindheit wurde mit einem niedrigeren Risiko Allergien zu entwickeln verbunden", erklären Robert Hancox und sein Team von der University of Otago, Dunedin in Neuseeland. "Allerdings ist unklar, ob dies nicht durch selektive Vermeidung von Haustieren durch Familien mit allergischer Familiengeschichte begründet ist." Die Wissenschaftler ergänzen weiters, dass die Effekt von Haustierhaltung im Erwachsenenalter auf das Atopierisiko unbekannt sind. Um dies genauer zu erforschen, untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 1.037 Teilnehmern der "Dunedin Multidisciplinary Health and Development Study", einer Longitudinalstudie über Gesundheit und Verhalten in einer unselektierten Geburtenkohorte. Der Besitz von Katzen und oder Hunden zwischen Geburt und dem Alter von 9 Jahren, sowie zwischen dem 18. und 32. Lebensjahr, wurde mittels Fragebögen an die Eltern ermittelt. Außerdem wurden Hautpricktests auf gängige Allergene im Alter von 13 und 32 Jahren durchgeführt. Nach dem Abgleichen mit allergischer Familiengeschichte, elterlichem Rauchen und anderen Variablen fanden die Wissenschaftler heraus, dass Kinder, die sowohl Katzen als auch Hunden ausgesetzt waren, im Alter von 13 Jahren mit 39% geringerer Wahrscheinlichkeit atopisch waren, als Kinder ohne solche Exposition. Zudem war bei jenen, die in der Kindheit nicht atopisch waren und im Erwachsenenalter sowohl eine Katze, als auch einen Hund besaßen, das Risiko im Alter von 32 Jahren atopisch zu sein um 43% reduziert. Nach statistischer Bereinigung war diese Assoziation jedoch nur mehr bei Teilnehmern mit allergischer Familiengeschichte signifikant. Der Besitz eines Hundes oder einer Katze im Kindes- oder Erwachsenenalter schien weder im Alter von 13, noch im Alter von 32 Jahren gegen Atopie zu schützen. Es gab auch keine Evidenz, dass Familien mit einer atopischer Vorgeschichte Haustierhaltung vermieden hätten. Hancox und sein Team schließen daher: "Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die Hypothese, dass ein Leben mit Hunden und Katzen während der Kindheit einen Einfluss auf die Entwicklung von Atopie hat. Die Expositionen scheinen außerdem noch die Entwicklung von Atopie bei jungen Erwachsenen zu beeinflussen.", und sie fügen abschließend hinzu: "Wenn atopische Eltern beschließen ein Haustier zu halten, so legen unsere Daten nahe, dass eine kombinierte Haltung von Hund und Katze notwendig sein dürfte, um einen protektiven Effekt zu erzielen." Cats and dogs and the risk of atopy in childhood and adulthood;
Piush J. Mandhane, MDa, Malcolm R. Sears, MBb, Richie Poulton, PhDc, Justina
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