SCHIMMELPILZ-ALLERGIE"Schimmelpilze" stellen keine klar definierte Einheit von Pilzen dar, sondern einen Sammelbegriff für hyphen- und sporenbildende Pilze. Schimmelpilze sind Müllmänner der Natur
Schimmelpilze sind mikroskopisch kleine Organismen und ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt, die eine wichtige ökologische Funktion haben. Sie "räumen auf", indem Sie organische Baustoffe von Abgestorbenen und Verdorbenem zersetzen, sie in anorganisches Material umwandeln und wieder dem natürlichen Kreislauf zuführen (Bsp. Komposthaufen). Zur Vermehrung bilden sie Sporen, die durch die Luft verbreitet werden. Damit sind sie sozusagen allgegenwärtig. In jüngerer Zeit sind Schimmelpilze zunehmend Gegenstand umweltmedizinischer Untersuchungen und Fragestellungen geworden. Anfragen zu Innenreumluftbelastungen und zu möglichen gesundheitlichen Risiken durch Schimmelpilze nehmen zu. Schimmelquellen Schimmel: ein hausgemachtes Problem Schimmelpilze können aus der Atemluft in die Innenraumluft gelangen. Pilzsporen fliegen durch die Luft und setzen sich wie Staub auf Wänden und Möbel ab. Damit sich diese mikroskopisch kleinen Partikel vermehren und zu hässlichen Schimmelflecken heranwachsen können, brauchen sie in erster Linie Feuchtigkeit, aber auch Wärme und Nährstoffangebot. Schimmelpilze fühlen sich also meist dort wohl wo auch der Mensch sich gerne aufhält. Im Innenraum wird die Entstehung von Schimmel durch folgende Faktoren begünstigt:
Schimmelpilze im Freien Da die Atemluft Pilzsporen enthält, sind wir je nach Witterung und Jahreszeit beinahe ununterbrochen unterschiedlichen Konzentrationen an unterschiedlichen Schimmelpilzpartikeln ausgesetzt. Im Winter kann die Schimmelpilzkonzentration der Luft unter 200KB/m² (KBE=koloniebildende Einheit) liegen. Im Sommer können Konzentrationen von über 2000 KBE/m³ vorliegen. Große Hitze, Regen, Wind usw. können Einfluss auf die Schimmelpilzkonzentration haben. Im Laufe des Tages können erhebliche Schwankungen der Schimmelpilzkonzentration auftreten.
Schimmelpilze in Nahrungsmitteln Wenn Lebensmittel verderben, sind neben Bakterien und Hefe auch Schimmelpilze am Werk. Sie zersetzen die Nahrungsmittel und machen sie ungenießbar. Es reicht nicht, den sichtbaren Schimmelbelag zu entfernen, denn die unsichtbaren Pilzfäden ziehen sich durch das ganze Nahrungsmittel. Besonders leicht verderben Brot, Obst, Marmelade, Käse, Fleisch, Wurst und Nüsse. Allergische Reaktionen bei Verzehr schimmelpilzhaltiger Nahrungsmittel sind sehr selten. Hochgradig allergische Menschen sollten dennoch mit Beschwerden rechnen. Wenn Schimmelpilze krank machen Auf der Grundlage des aktuellen Wissensstandes kann festgestellt werden, dass vor allem Allergiker durch den Aufenthalt in feuchten und / oder schimmelbelasteten Innenräumen gefährdet sind. Darüber hinaus ist eine Gefährdung für immunsupprimierte Personen sowie für Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen und chronische Hauterkrankungen denkbar und in Einzelfällen belegt. Unabhängig davon ist Schimmelpilzwachstum im Innenraum grundsätzlich ein hygienisches Problem, das nicht hingenommen werden sollte. Der Mensch hat eine gute Anpassungsfähigkeit an Schimmelpilze reagiert daher nur selten mit Krankheitssymptomen. Im Normalfall werden Pilzsporen sofort von Fresszellen unschädlich gemacht und von weißen Blutkörperchen abgetötet. Ob eine Gesundheitsgefährdung besteht, hängt von der Itensität, der Art des Schimmelbefalls und von der Empfindlichkeit des Menschen ab. Gesicherte und objektivierbare Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge liegen bisher für Allergien und Infektionen (Mykosen) sowie für Atemwegserkrankungen an hoch belasteten Arbeitsplätzen vor. Mögliche Auswirungen auf unsere Gesundheit Buchtipps:
|
|||||||
created by msdesign.ms
|
|||||||