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Fortschritt Gentechnologie

Für Diagnostik und Therapie der Typ I Allergien (Allergieformen, bei denen die allergische Reaktion sofort eintritt) werden Allergene verwendet, die aus biologischen Quellen (z.B. Pollen) gewonnen werden. Dieses Extrakt enthält eine Vielzahl von allergenen aber auch nicht-allergenen Molekülen. Tatsächlich verursachen nur einige dieser Moleküle in diesem Gemisch die allergischen Symptome. Mit Hilfe der DNA-Technologie können ausschließlich diese krankheitsauslösenden Moleküle charakterisiert und als sog. "rekombinante Allergene" rasch, in großen Mengen und bei gleichbleibender Qualität hergestellt werden.

Die erweiterte "maßgeschneiderte" Diagnostik mit rekombinanten Allergenen ermöglicht es weiters, so genannte "Kreuzreaktionen" (Sensibilisierung auf artverwandte Stoffe, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben) aufzuspüren. Der Nachweis von kreuzreagierenden Antikörpern hilft uns Ärzten, die Diskrepanz aufzuklären, die in manchen Fällen zwischen Hauttest-Ergebnissen und fehlenden klinischen Symptomen besteht. Ein weiterer Vorteil ist die sichere Überwachung der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung): der Erfolg der Therapie kann gut kontrolliert und eventuell neu auftretende Sensibilisierungen können rechtzeitig entdeckt werden.

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Prim. Dr. Waltraud Emminger
Ärztl. Leiterin des Allergie-
Ambulatoriums Rennweg in Wien

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