Tierhaarallergien

Die Katze ist das Lieblings-Haustier der Nation: Etwa 1,5 Millionen (!) Katzen leben in österreichischen Haushalten. Gefolgt von Hunden – geschätzte 500.000 Menschen besitzen einen Hund. Genau gegen diese Tiere entwickelt sich am häufigsten eine Allergie. Auch Allergien gegen Nagetiere wie Ratten, Mäuse, Meerschweinchen, Kaninchen oder Hamster sowie gegen Vögel, Pferde und Kühe kommen vor.

Eine Haustierallergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber den tierischen Eiweißen, die unter anderem von Hautschuppen, Haaren, Speichel oder Urin des Tieres stammen. Sie gelangen häufig in die Augen und in die Atemwege von Menschen. Dies kann dann zu einer Bindehautentzündung, Heuschnupfen und Asthma führen.

Die Neigung zur Überempfindlichkeit ist oft erblich bedingt. Beim Kontakt mit Haustieren oder Gegenständen, die Eiweiße von Haustieren enthalten, können folgende Reaktionen auftreten:

  • Sie niesen und Ihre Nase läuft (heuschnupfenartige Reaktion)
  • Ihre Augen jucken und tränen (Bindehautentzündung)
  • Atemnot oder Asthma (anfallsartige, schwere Atemnot mit Verengung der Atemwege)
  • Nesselausschlag
  • Ekzeme (nichtinfektiöse Entzündungen der Haut): Diese können sich bei ständigem Kontakt mit Haustieren verschlimmern und zu einem anhaltenden Ausschlag führen.

Wird das Haustier entgegen der ärztlichen Empfehlung doch nicht gleich weggegeben, sollte man zumindest auf konsequente und penible Allergenreduktion achten. Aber auch wenn man sich vom Haustier getrennt hat, sind die Allergie auslösenden Partikel häufig trotzdem noch sehr lange in relevanten Konzentrationen in der Wohnung nachweisbar. Die Allergene setzen sich in Polstermöbeln, Teppichen, Tapeten und Matratzen fest und sind nur durch Entfernung des Inventars oder dessen Behandlung mit speziellen Reinigungsmitteln auf Dauer zu beseitigen. Auch durch Kleidung werden die Allergene an Orte transportiert, an denen keine direkten Allergenquellen erkennbar sind. Tiere sollten auch nicht den Kindergarten etc. besuchen und dort auch keinesfalls gehalten werden.