Allergie auf: Melone
Mögliche Kreuzreaktion:
Andere Melonensorten
Banane
Avocados
Risiko:
92 %
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Allergie auf: Kuhmilch
Mögliche Kreuzreaktion:
Ziegenmilch Risiko: 92 %
Stutenmilch Risiko: 4 %
Rindfleisch Risiko: 10 %
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Allergie auf: Krustentier (zB Shrimps)
Mögliche Kreuzreaktion:
Andere Krustentiere (zB Garnelen, Krabben, Muscheln)
Weinbergschnecken
Risiko:
75 %
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Allergie auf: Kern- und Steinobst, Nüsse (sog. Rosengewächs*)
Mögliche Kreuzreaktion:
Andere Rosengewächse*
Risiko:
55 %
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Allergie auf: Fisch (zB Lachs)
Mögliche Kreuzreaktion:
Andere Fische
(zB Scholle, Schwertfisch etc.)
Risiko:
50 %
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Allergie auf: Nuss (zB Walnuss)
Mögliche Kreuzreaktion:
Andere Nüsse
(zB Haselnuss, Cashewnuss etc.)
Risiko:
37 %
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Allergie auf: Latexprodukte
Mögliche Kreuzreaktion:
Kiwi
Avocado
Banane
Paprika
Feige
Ficus Benjamin
Risiko:
30 - 35 %
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Allergie auf: Getreide (zB Weizen)
Mögliche Kreuzreaktion:
Andere Getreidesorten
(zB Gersten, Roggen etc.)
Risiko:
20 %
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Allergie auf: Kiwi, Avocado, Banane
Mögliche Kreuzreaktion:
Latexprodukte
Risiko:
11 %
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Allergie auf: Erdnuss
Mögliche Kreuzreaktion:
Lupine**
Risiko:
35 %
Mögliche Kreuzreaktion:
Linsen
Erbsen
Soja
Risiko:
5 %
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Allergie auf: Hausstaubmilbe
Mögliche Kreuzreaktion:
Krustentiere
(zB Krebse, Garnelen, Muscheln etc.)
Risiko:
< 5 %
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Allergie auf: Ficus benjamina
Mögliche Kreuzreaktion:
frische Feige Risiko: 40 %
getrocknete Feige Risiko: 18 %
Kiwi Risiko: 15 %
Papaya Risiko: 12 %
Banane Risiko: 4-6 %
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Allergie auf: Pollen
Birkenpollen Mögliche Kreuzreaktion:
Kern- und Steinobst, Nüsse
Kiwi, (frische) Feigen
Sellerie, Karotten, Soja
Risiko:
55 %
Gräserpollen
Mögliche Kreuzreaktion:
Tomate, Getreide
Hülsenfrüchte (zB Soja, Erdnuss)
Risiko:
10 %
Beifußpollen
Mögliche Kreuzreaktion:
Sellerie, Karotte, Kamille
Gewürze (zB Kümmel, Anis, Koriander, Zimt)
Risiko:
10 %
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Allergie auf: Katzenhaare
Mögliche Kreuzreaktion:
Schweinefleisch
Risiko:
< 1 %
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Allergie auf: Vogelfedern
Mögliche Kreuzreaktion:
Ei
Risiko:
20-25 %
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Reizende Verwandtschaft:
Kreuzallergie
Von einer Kreuzreaktion spricht man, wenn ein Atopiker nicht nur auf ein Allergen aus einer bestimmten Allergenquelle (z.B. Birkenpollen) reagiert, sondern auch auf ähnliche Allergene aus verschiedenen Allergenquellen (z.B. Apfel, Sellerie). So können Allergene verschiedener Pflanzen- oder Tierarten, die vermeintlich nichts miteinander gemein haben, die gleiche Allergie auslösende Struktur besitzen (z.B. Allergene aus Birkenpollen und Apfel; oder aus Hausstaubmilben und Garnelen). Das atopische Immunsystem reagiert auf Grund der ähnlichen Beschaffenheit der Molekularstruktur nach einer erfolgten Erstsensibilisierung mit z.B. einem Pollenallergen bereits beim Erstkontakt mit einem verwandten Molekül, wie z.B. aus dem Apfel, ebenfalls mit allergischen Symptomen. Eine Kreuzallergie ist somit immer eine Folge einer bereits vorhandenen Allergie.
Sie liegen miteinander über Kreuz
* Rosengewächse: Apfel, Birne, Pfirsich, Marille, Kirsche, Pflaume, Erdbeere, Himbeere
** Die Lupine ist eine eiweißreiche Hülsenfrucht, die häufig Weizenmehl beigemengt wird. Vorsicht also bei Backwaren, Pastagerichten, Pizza etc. Auch manche Brotaufstriche, Desserts, Getränke, Fleischersatz, Babykost und diätetische Produkte können Lupine enthalten.
Quelle: Sicherer et al. J. Allergy Clin Immuol 2001, Vol 108: 881 - 890 und Prof. H. Breiteneder
Am häufigsten: Pollen und Nahrungsmittel
Vor 15-20 Jahren waren rund 17% der Heuschnupfen-Patienten von Kreuzallergien betroffen. Heute sind es knapp 60%. Grundsätzlich kann eine Kreuzreaktion bei sämtlichen Formen von Allergien auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch unterschiedlich hoch. Besonders häufig sind Reaktionen zwischen Pollen und Nahrungsmitteln, die so genannten pollenassoziierten Nahrungsmittel-Allergien, (rund die Hälfte aller Pollenallergiker reagieren kreuz) oder bestimmten Lebensmitteln derselben Pflanzengattung.
Als Pollenallergiker sollte besonders in der jeweiligen Pollen-Saison auf Kreuzreaktionen geachtet werden, da der Immunhaushalt des Körpers bereits durch erhöhte Pollenkonzentrationen belastet ist. Gräserpollenallergiker sollten beispielsweise insbesondere im Juni mit Kreuzreaktionen auf Tomaten, Getreide oder Hülsenfrüchten rechnen. Übersicht Pollenbelastung in Österreich Pollenkalender.
Symptome erkennen und schnell reagieren
Kreuzallergien sind besonders gefährlich, weil man die Ähnlichkeit der Substanzen meist nicht ahnt und sie deshalb auch nicht meiden kann. Wer also an einer Allergie leidet, sollte deren „Verwandtschaftsverhältnisse“ kennen, um sich vor Kreuzreaktionen in Acht nehmen und mögliche Anzeichen richtig deuten zu können.
Eine Reaktion auf eine Kreuzallergie kann sich auf den ganzen Körper auswirken. Da Kreuzreaktionen mit Nahrungsmitteln am häufigsten vorkommen, treten die Beschwerden unmittelbar nach dem Essen auf. Meist sind Atmung, Haut und das Verdauungssystem betroffen. Typische Anzeichen einer allergischen Reaktion sind: Kribbeln, Brennen und Schwellungen der Zunge, des Rachens oder der Lippen, juckende Hautausschläge, Heiserkeit und Schwindel. Weiters können Übelkeit, Durchfall und Magenprobleme Folgen einer Allergie sein. Am gefährlichsten sind akute Atemnot bzw. ein Asthmaanfall sowie der anaphylaktische Schock (Kreislaufversagen).
Diagnose ist oft Detektivarbeit
Treten die beschriebenen Symptome auf, sollte in jedem Fall ein spezialisiertes Allergie-Ambulatorium (eine Liste der österreichischen Allergie-Ambulatorien und -Ambulanzen gibt es über die IGAV-Hotline, TelNr. 01/212 60 60) oder ein allergologisch versierter Facharzt (Dermatologe, Kindefacharzt, HNO-Arzt, Lungenfacharzt) konsultiert werden.
Um herauszufinden, weswegen bzw. worauf das Immunsystem überreagiert, wird ein Allergietest durchgeführt – was sich nicht selten als detektivische Kleinarbeit herausstellt, denn Betroffene wissen meist nicht genau, worauf sie tatsächlich reagieren. Sehr hilfreich für das Ausfindigmachen des Übeltäters ist das Führen eines Tagebuches, in dem eingetragen wird, was im Lauf des Tages verzehrt wird. Oft ist es nicht ein bestimmtes Nahrungsmittel, das die Beschwerden verursacht, sondern unvermutete Inhaltsstoffe in Gewürzmischungen (Sellerie), Fertiggerichten, Fitnesspulver (Soja), Süßigkeiten/Backwaren (Erdnuss) bzw. weitgehend unbekannte Allergene wie Lupine (Hülsenfrucht, die Weizenmehl häufig beigemengt wird), die zum Beispiel in Pizza- oder Pastagerichten enthalten sein können. Kleinste Mengen des Allergens reichen aus, um heftige Symptome auszulösen.
Allergene meiden oder unschädlich machen?
Am sichersten ist es, die gefährlichen Lebensmittel(bestandteile) zu meiden. Die EU-weite Deklarationspflicht aller Inhaltsstoffe von Lebensmitteln ist dafür eine große Erleichterung. Manche Pollenallergiker müssen auch nur während der Pollensaison auf das Kreuz reagierende Lebensmittel verzichten, da sie den Rest des Jahres keine Beschwerden verursachen. Auf keinen Fall sollte man „zur Sicherheit“ ganze Pflanzenfamilien vom Speiseplan streichen, da es dadurch leicht zu einer Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen kommen kann.
Einige Allergene sind thermolabil. Das heißt, die allergen wirkenden Bestandteile können durch Erhitzen oder Einfrieren weitgehend zerstört werden. So kann beispielsweise ein Apfel durch Erhitzen in der Mikrowelle plötzlich wieder vertragen und die Hausstaubmilbe durch eine Schockbehandlung von der Bettwäsche in der Tiefkühltruhe oder Waschmaschine (ab +45°C stirbt der Großteil der Allergene ab) unschädlich gemacht werden. Fragen Sie Ihren Arzt, für welche Allergene das gilt und ob das in Ihrem Fall infrage kommt.
Behandlung von Symptomen und Ursache, Notfallset
Die beste Therapie, oder eigentlich Prophylaxe, ist die Allergenvermeidung (Allergenkarenz). Das heißt, Betroffene sollen so weit es geht den Kontakt mit Allergie-Auslösern meiden oder reduzieren. Anaphylaxie (Kreislaufversagen) gefährdete Patienten, z.B. jene mit einer Erdnussallergie, sollten immer ein Notfall-Set mit Medikamenten (Antihistaminika, Kortison, Adrenalin) bei sich haben.
Therapie von inhalativen Allergien
Da die häufigsten Kreuzreaktion pollenassoziiert sind, sollte in diesem Zusammenhang auch auf die Therapie von Inhalationsallergien eingegangen werden. Auch hier ist die erste und wichtigste Maßnahme die Allergenvermeidung. Die weitere Therapie richtet sich nach Art, Ausprägung und Schweregrad der Erkrankung. Gemäß den Empfehlungen der WHO gelten nicht müde machende Antihistaminika als Präparate der ersten Wahl zur Basistherapie. Sie blockieren die Histaminrezeptoren, indem sie sich sozusagen anstelle des echten Histamins auf den entsprechenden Zell-Rezeptor „setzen“. Das Histamin kann nicht mehr "andocken" und die Beschwerden lassen nach. Modernste Antihistaminika machen auch nicht mehr müde. Je nach Stärke der Symptome werden zusätzlich lokale Medikamente eingesetzt, wie z.B. intranasales Kortison (Nasenspray). Mit der spezifischen Immuntherapie (SIT) in Spritzen- und Tropfenform kann eine Pollenallergie langfristig gebessert bzw. sogar ganz ausgeheilt werden. Sie kommt auch bei Milben-, Tierhaar-, Insektengift- und Schimmelpilzallergien zum Einsatz. Die WHO empfiehlt die SIT als einzige Behandlungsform, die sich nicht allein auf die Linderung der Symptome beschränkt, sondern auch deren Ursache bekämpft. Ende des Jahres 2006 wird die SIT für Graspollenallergiker auch in Tablettenform zur Verfügung stehen.
Diese Seite wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Heimo Breiteneder (AKH Wien) und Prof. Christof Ebner (Allergieambulatorium Reumannplatz, Wien: www.allamb.at) erstellt.
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